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Der Norden 75 Prozent der Deutschen für Böllerverbote
Nachrichten Der Norden 75 Prozent der Deutschen für Böllerverbote
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00:33 06.01.2019
Ziemlich verraucht: Silvester in Berlin mit Böllern und viel Feinstaub. Quelle: dpa
Hannover

Die Menschen in Deutschland wollen es zum Jahreswechsel nicht mehr so richtig krachen lassen. Drei von vier Personen befürworten zumindest ein begrenztes Böllerverbot an Silvester. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) ergeben. In diesem Jahr waren bereits in zahlreichen deutschen Orten Böller und Raketen untersagt – erstmals auch in Bereichen der hannoverschen Innenstadt.

75 Prozent der Befragten sprachen sich für ein lokales, innerstädtisches oder sogar vollständiges Verbot von Silvesterknallern aus. Dabei war bei den befragten Frauen ein etwas größerer Anteil für Böllerverbote – 80 Prozent. Bei den Männern waren es 69 Prozent.

33 Prozent fänden es gut, Böller an Silvester komplett zu verbieten; dies war der höchste Einzelwert bei der Umfrage. Am zweithöchsten fiel mit 24 Prozent die Zustimmung für Böllerverbote an zentralen Plätzen aus, wie es in Hannover der Fall war. Ein Verbot in den gesamten Innenstädten wollen 18 Prozent der Deutschen. Dem Satz „Böller an Silvester sollten erlaubt sein“ stimmten uneingeschränkt nur 19 Prozent der Befragten zu. 6 Prozent der Befragten waren unentschlossen. YouGov hatte zwischen 28. Dezember und 2. Januar 2011 Menschen befragt.

Das niedersächsische Innenministerium reagierte positiv auf die Ergebnisse. „Da findet offenbar ein Umdenken statt“, sagte Sprecherin Svenja Mischel. Sie betonte, dass Böllerverbote in der Entscheidungsgewalt der Kommunen lägen. Das Ministerium begrüße es aber generell, wenn die Silvesterfeierlichkeiten so gestaltet würden, dass größere Sicherheit herrsche. In Niedersachsen sind Böller in 17 Orten nicht erlaubt, darunter auch Bad Gandersheim und Wolfenbüttel. Oft zum Schutz historischer Bauten.

In Nacht zum 1. Januar hatte es vielerorts im Bundesgebiet Verletzte und Sachschäden gegeben, auch durch Vandalismus und Angriffe auf Rettungskräfte. In Hannover blieb es in der Innenstadt aufgrund des Verbotes im Vergleich zu den Vorjahren ungewöhnlich friedlich. Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD) deutete danach an, es werde auch zum kommenden Jahreswechsel ein Verbot in der City geben – nicht aber im gesamten Stadtgebiet Hannovers.

Von Steven Geyer und Bert Strebe

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