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Der Norden RAF-Terroristen kauften Fluchtauto in Ronnenberg
Nachrichten Der Norden RAF-Terroristen kauften Fluchtauto in Ronnenberg
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08:38 22.01.2016
Von Karl Doeleke
Mit diesem neuen Phantombild von Ernst-Volker Straub sucht die Polizei nach den drei ehemaligen RAF-Terroristen, die im vergangenen Jahr zwei Geldtransporter überfallen haben. Quelle: dpa
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Verden

Das sagte der Diepholzer Polizeihauptkommissar Jürgen Hage am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Knapp sechs Millionen Zuschauer sahen zu.

Dass Klette (57), Staub (61) und Garweg (47) unauffällig im Norden leben könnten, legt auch eine der Spuren nahe, die in die Region Hannover nach Ronnenberg führt. Dort sollen die Terroristen das Fluchtfahrzeug gekauft haben, das bei dem Überfall in Wolfsburg am 28. Dezember zum Einsatz kam: ein dunkelblauer Ford Focus Kombi. Das Auto hätten sie „Monate vor der Tat“ gekauft, sagte die Braunschweiger Oberstaatsanwältin Birgit Seel am Donnerstag. Ein weiteres Auto, einen VW Golf Variant, erwarben die Täter laut Seel bei einem Händler in Celle.

Im vergangenen Dezember und im Juni hatten mit Schnellfeuergewehren und einer Panzerfaust bewaffnete Täter Geldtransporter in Wolfsburg und Groß Mackenstedt überfallen. Sie flüchteten jeweils ohne Beute. Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass es sich bei den Gesuchten um lange untergetauchte RAF-Terroristen handelt, die offenbar neues Geld brauchen. Das Bundeskriminalamt fahndet nach ihnen seit Anfang der Neunzigerjahre.

Dass es sich bei den Räubern um Staub und Garweg handelt, wissen die Ermittler in Niedersachsen schon etwas länger. Dass auch Klette zu den Räubern gehört, ist ihnen erst seit ungefähr zwei Wochen bekannt. Darum zeigt der am Mittwochabend im ZDF ausgestrahlte Film über den Überfall bei Bremen auch noch drei Männer als Täter.

Die beiden für den Überfall in Groß Mackenstedt benutzten Fahrzeuge wurden in Oldenburg gekauft – auch das ein Hinweis auf einen Unterschlupf im Norden. Die Autos wurden im Umkreis von rund 500 Kilometer um Oldenburg bewegt, wie der Diepholzer Hauptkommissar Hage sagte. Das legen die seit dem Kauf gefahrenen Kilometer nahe.
Hage präsentierte in der Sendung am Mittwochabend auch ein neues Phantombild, das nach dem Überfall im Dezember in Wolfsburg angefertigt wurde. Einer der Täter hatte keine Maske getragen. Ob das nach Zeugenaussagen erstellte Bild Staub oder Garweg zeigt, ist laut Hage allerdings unklar. „Es könnte jeder von beiden gewesen sein.“

Unter den mehr als 120 Hinweisen von Zuschauern war am Tag nach der Sendung keine heiße Spur zu den Gesuchten, wie der Verdener Staatsanwalt Markus Heusler sagte. In dem Puzzle spielt auch ein Hundehaar eine Rolle. Es wurde in einem der Autos gefunden, das die Täter in Groß Mackenstedt benutzten. „Vielleicht leben sie zusammen, vielleicht auch mit Hund“, sagte Hage.

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