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Der Norden Nach 32 Semestern: Studentin darf keinen Abschluss machen
Nachrichten Der Norden Nach 32 Semestern: Studentin darf keinen Abschluss machen
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00:34 25.03.2018
Längst sind Bachelor- und Master üblich: die Uni Göttingen. Quelle: dpa
Göttingen

Als sie mit dem Studium begann, war Gerhard Schröder Bundeskanzler. Und doch ist die Zeit an der Universität für eine Frau aus Göttingen wohl erst jetzt endgültig zu Ende – auch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht half der Langzeitstudentin nicht. Sie wollte die Universität dazu zwingen, ihr auch nach 32 Semestern und neun Jahre nach Abschaffung der Magisterstudiengänge noch die Magisterprüfung abzunehmen.

Magisterprüfung war bis 2016 möglich

Die Frau studierte im Hauptfach Mittlere und Neuere Geschichte. Ende März 2016 beantragte sie die Zulassung zur Magisterprüfung. Die Hochschule lehnte dies ab, weil am Tag der Antragstellung die Frist endete, bis zu der alle Prüfungen abgeschlossen sein mussten. Die Studentin, die sich bereits im 32. Fachsemester befand, wollte eine weitere Verlängerung einklagen. Nach Ansicht des Gerichts ist die Universität jedoch nicht dazu verpflichtet, in einem auslaufenden Studiengang so lange Prüfungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, bis auch der letzte Student die Abschlussprüfung ablegen konnte (Aktenzeichen 4 A 265/16).

Die Uni Göttingen hatte im Zuge der Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse die Magisterstudiengänge der Philosophischen Fakultät bereits zum Wintersemester 2006/2007 geschlossen. Die Fristen, bis zu denen die Magisterprüfungen noch abgelegt werden konnten, wurden danach mehrfach verlängert. Im November 2015 informierte die Uni die Studentin darüber, dass sie bis zum 31. März 2016 alle Examen einschließlich der Magisterarbeit und etwaiger Wiederholungen abgelegt haben müsse. Eine weitere Verlängerung sei nicht möglich.

Ressourcen der Hochschulen sollen geschont werden

Exakt am Stichtag beantragte die Studentin per E-Mail die Zulassung zur Prüfung. Sie begründete den späten Antrag damit, dass ihr aufgrund einer chronisch depressiven Stimmung ein ordnungsgemäßes Studium nicht möglich gewesen sei. Sie habe nebenher arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Außerdem sei sie Opfer einer Straftat geworden, der Tod der Mutter habe zu einer weiteren psychischen Belastung geführt. Die Universität habe die Pflicht, Studierenden die Beendigung des Studiums zu ermöglichen.

Das Gericht hatte weder gegen die Schließung des Studienganges noch gegen die Stichtagsregelung rechtliche Bedenken. Mit der Entscheidung, die bisherigen Studiengänge auslaufen zu lassen, sollten die Ressourcen der Hochschulen geschont und die mit öffentlichen Mitteln geschaffenen Kapazitäten effizient, verwendet werden. Die Klägerin habe nach dem Schließungsbeschluss 19 Semester Zeit gehabt, ihr Studium abzuschließen. 

Von Heidi Niemann

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