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Der Norden So machte Musikproduzent Mousse T. Karriere
Nachrichten Der Norden So machte Musikproduzent Mousse T. Karriere
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09:54 09.02.2018
Ist jetzt Teil der DSDS-Jury: der Musikproduzent Mousse T.  Quelle: dpa
Hannover

 Er war mit seinem Remix von Michael Jacksons „Ghosts“ für einen Grammy nominiert, schrieb mit „Sex Bomb“ für Tom Jones einen Welthit und sitzt jetzt in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Anders als in seinen Peppermint Park Studios, einem Musik- und Eventzentrum in Hannover, ist Mousse T. in der RTL-Show nicht der Chef. Das Sagen bei DSDS hat eindeutig Pop-Titan Dieter Bohlen - so viel ist auch in der 15. Staffel klar. Mousse T. stört das nicht: „Wenn Dieter ein paar Sprüche bringt, kann ich damit gut umgehen. Ich finde seinen norddeutschen Humor ganz sympathisch, er ist gerade und direkt raus.“

Die Castings sowie der Inland- und Ausland-Recall sind abgedreht. Seit Januar ist DSDS wieder jeden Samstag um 20.15 Uhr zu sehen, zuletzt schalteten 4,3 Millionen Menschen ein.

Täglich mit Talent zu tun

Mousse T. strahlt in der Jury Ruhe aus und herzt auch mal einen schluchzenden Kandidaten nach dessen Rauswurf. Der große, elegant gekleidete 51-Jährige wirkt wie ein väterlicher Freund für die Superstar-Anwärter. Mousse T., der bürgerlich Mustafa Gündogdu heißt, sieht DSDS als „tolle Plattform“ für die Musik. „Mit Talenten habe ich auch sonst beinahe täglich zu tun“, erklärt er.

Zwar landete er seine größten Hits „Horny“ und „Sex Bomb“ Ende der 90er Jahre, dennoch ist der Produzent immer noch gut im Geschäft. Zum 20. Todestag von Falco am 6. Februar veröffentlichte er einen Remix des Lieds „Der Kommissar“ des Weltstars aus Wien. „Falco war eine Riesen-Persönlichkeit“, schwärmt Mousse T. Sein aktueller Song „Rock The Mic“ stieg in die Top 10 der britischen Track-Charts ein. Etwa 50 Mitarbeiter hat der Deutsch-Türke im Peppermint Park, dem früheren Belgischen Pavillon der Expo 2000. Neben den Studios gibt es zwei Plattenfirmen, eine Event-Agentur und ein Restaurant.

Musik statt Medizinstudium

„Die Musik ist nicht nur meine Arbeit, sondern mein Hobby, meine Liebe“, betont er beim Treffen in Hannover. Alles begann, als sein Vater ihm im Alter von 13 Jahren eine Heimorgel schenkte. Bald schon legte der Sohn im weißen Anzug in Discos auf und startete nach dem Abitur zum Verdruss des Vaters - einem Frauenarzt - kein Medizinstudium. Im Foyer des Peppermint Pavillons hängen riesige Poster von Stars, mit denen Mousse T. zusammengearbeitet hat: Alicia Keys, Simply Red, die Scorpions und natürlich Tom Jones.

Der heute 77-Jährige habe ihn am meisten beeindruckt, sagt Mousse T. „Tom erzählt von Elvis, mit dem er auf Tour war, und ist gleichzeitig total "down to earth". Ihm geht es nicht um den schnöden Mammon, sondern um die Musik als Kunstform.“ Von Jones habe er gelernt, nur Dinge zu machen, hinter denen er hundertprozentig stehen könne. In der Vergangenheit waren dies nicht nur seine DJ-Gigs, sondern auch Konzerte mit großen Orchestern oder Filmmusik. Seit mehr als einem Jahrzehnt tüftelt er an einem neuen Album, das im Frühjahr herauskommen soll.

Jüngere Zielgruppe erschließen

„Er ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Produzenten und schafft es, seit 20 Jahren ein Medienthema zu bleiben. Mit DSDS erschließt er sich eine jüngere Zielgruppe“, sagt Marcus S. Kleiner, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaften an der SRH Hochschule der populären Künste in Berlin. Skandale gibt es keine um Mousse T. „Er hat ein sympathisches Image und hält sein Privatleben aus der Öffentlichkeit heraus“, sagt Pop-Experte Kleiner.

Auf dem roten Teppich ist der Produzent oft allein zu sehen. Seine Frau, eine Amerikanerin, und sein 13-jähriger Sohn leben in Italien. „Weil ich mich oft in Italien aufhalte, höre ich auch viel italienische Musik“, erzählt er. Etwa den 2012 gestorbenen italienischen Liedermacher Lucio Dalla, daneben Klassik, Rock, Funk und vor allem schwarze Musik. „Ich bin mit James Brown und Bootsy Collins aufgewachsen und liebe noch heute alles, was groovt und zum Mitwippen animiert.“

Von Christina Sticht

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