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Der Norden Lehrer von Gymnasien an Grundschulen abgeordnet
Nachrichten Der Norden Lehrer von Gymnasien an Grundschulen abgeordnet
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09:22 31.07.2017
Quelle: Symbolbild
Hannover

Der Philologenverband berichtet über Unmut unter den betroffenen Lehrern und kritisiert, dass die befristeten Versetzungen den Lehrermangel an den Gymnasien verstärkten.

Die Schulleiter an den Gymnasien seien angewiesen worden, eine bestimmte Anzahl von Lehrerstunden an andere Schulformen abzugeben, insbesondere Grundschulen, sagte Philologenchef Horst Audritz der HAZ. Dieser Anordnung müssten sie auch Folge leisten, wenn die Gymnasien selbst unter Lehrermangel litten.

Audritz berichtete von Lehrern, die nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub eine E-Mail vorgefunden hätten, in der sie über ihre befristete Versetzung informiert worden seien. Viele Pädagogen seien sauer, dass die Planung so spät erfolgt sei. „Bei uns laufen die Telefone heiß“, sagte er. „Viele ersuchen uns um Rechtsschutz.“ Beamtenrechtlich sei aber oft nicht viel zu machen: Bis zu einem halben Jahr könne ein Beamter auch ohne sein Einverständnis von seinem Dienstherrn abgeordnet werden.

Ein Sprecher des Kultusministeriums verteidigte die Abordnungen. „Eine auskömmliche Unterrichtsversorgung und die Sicherung des Pflichtunterrichts haben für die Landesregierung höchste Priorität“, heißt es in einer Erklärung. Die Grundschule habe dabei Vorrang, denn hier gebe es den Anspruch auf eine verlässliche Betreuung bis 13 Uhr. „Dabei ist bekannt, dass insbesondere an Grundschulen im ländlichen Raum Neueinstellungen nicht leicht zu realisieren sind.“ Deshalb greife man auf Abordnungen oder Versetzungen zurück.

Die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen ist seit Längerem nicht ausreichend. Laut jüngsten Zahlen lag die Versorgung im vergangenen Schuljahr im Schnitt bei 98,9 Prozent. Darin nicht enthalten sind kurzfristige Ausfälle, etwa durch Krankheiten. Der Pflichtunterricht kann in der Regel auch bei unter 100 Prozent erteilt werden, doch je weiter sich die Versorgung davon entfernt, desto weniger Puffer ist im System.

In den kommenden Jahren werde sich der Lehrermangel bundesweit weiter verschärfen, warnt der Deutsche Lehrerverband. „Wir müssen ganz schnell umsteuern: Planstellen schaffen, die Lehrerwerbung verstärken, Pädagogen nachqualifizieren“, sagte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger. „Wenn das nicht passiert, gibt es für die Länder drei Stellschrauben: größere Klassen, höhere Lehrerarbeitszeiten, weniger Unterricht. Das ist ein Szenario, vor dem ich nur sehr warnen kann.“

In Niedersachsen starten in dieser Woche rund 800.000 Schüler ins neue Schuljahr. Das sind rund 6500 mehr als 2016/2017.

Die norddeutschen Bundesländer wollen im Bereich der Polizeihubschrauberstaffeln kooperieren. Die Zusammenarbeit wird seit mehreren Jahren geprüft, wurde aber vor einiger Zeit aufgrund der Belastung beim G20-Gipfel ausgesetzt. Ziel der Kooperation sei es, Kosten zu sparen.

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