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Der Norden Angehender Lehrer dealt im großen Stil mit Drogen
Nachrichten Der Norden Angehender Lehrer dealt im großen Stil mit Drogen
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17:46 21.02.2018
Der 26-jährige angehende Lehrer wurde wegen Drogenhandels verurteilt (Symbolbild). Quelle: Frank Leonhardt/dpa
Hildesheim

Ein Lehramtsstudent aus Hildesheim ist wegen Drogenhandels zu einer Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Damit ist der Berufsweg für den angehenden Grundschullehrer beendet, bevor er überhaupt begonnen hat: Er wird nie Kinder unterrichten dürfen. 

Der 26-jährige Student sitzt geläutert auf der Anklagebank. Er hat ein volles Geständnis abgelegt, sogar zwei Wochen U-Haft hinter sich. Was für riesige Mengen an Betäubungsmitteln der junge Mann in seiner Wohngemeinschaft hortete und verkaufte, das ist eigentlich nur zufällig herausbekommen. An jenem Abend, es war der 8. August 2017, machte er mit drei weiteren jungen Männern in seiner Wohnung Party. Dazu gehörte auch Musik. Die Lautstärke nervte dann gegen 23 Uhr einen Nachbarn so heftig, dass er die Polizei rief. Die Beamten klingelten an der Wohnungstür, wurden aber nicht hineingelassen. Sie warteten, klopften, vernahmen aufgeregtes Tuscheln und Hektik hinter der Tür. Und noch etwas: den untrüglichen Geruch von Marihuana.

Die Polizisten, die sich zunächst nur um die Ruhestörung kümmern wollten, waren per Zufall einer Drogensache auf der Spur. Das Ausmaß allerdings – das wurde an jenem Abend erst nach und nach deutlich: Überall waren Drogen versteckt. Im Kühlschrank, im Bett, in der Küche. Die Beamten forderten Verstärkung sowie Spürhunde aus Hannover an. Zu Recht. Nach der Durchsuchung lag ein ganzes Drogen-Arsenal auf dem Tisch im Wert von rund 20.000 Euro Verkaufswert: mehr als ein Kilo Marihuana, über 400 Gramm Amphetamine, rund 900 Ecstasy-Pillen, knapp 90 Gramm Pilze und mehr als 50 Gramm von der Partydroge MDMA. Kokain hatten die Beamten noch auf dem Vordach gefunden, das hatte einer wohl noch schnell durchs Fenster entsorgen wollen.

Der 26-Jährige hatte mit dem Drogenverkauf seine eigene Sucht sowie sein Studium finanzieren wollen. „Ein sehr, sehr großer Fehler“, so sagte er mit leiser Stimme. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Christopher Gedeon hielt dem Mann das Geständnis sowie seine unbescholtene Vergangenheit zugute. Als minderschweren Fall – so die Verteidigung – wollte es die Sache hingegen nicht einstufen. Dafür sei die Menge zu groß, die Härte der Drogen zu hoch. Zugute hielt ihm das Gericht seine positive Entwicklung: Er ist drogenfrei, macht eine Therapie und schreibt seine Bachelor-Arbeit. 

Der Student nahm das Urteil – dazu gehören auch 120 Stunden gemeinnützige Arbeit – sofort an.

Von Renate Klink

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