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Der Norden Minister Thümler vergibt Wissenschaftspreise
Nachrichten Der Norden Minister Thümler vergibt Wissenschaftspreise
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19:25 21.11.2018
Wissenschaftsminister Björn Thümler mit den Preisträgerinnen des Wissenschaftspreises 2018. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Die Zukunft der Wissenschaft in Niedersachsen ist weiblich. Wenn es dazu noch eines Beweises bedurft hätte, dann wurde er am Mittwochabend von einem Mann erbracht: Björn Thümler (CDU), Kultur- und Wissenschaftsminister, hat in Hannover den Wissenschaftspreis Niedersachsen 2018 verliehen. Genau genommen waren es sogar neun Preise. Mit denen elf Frauen ausgezeichnet wurden. Gesamtpreissumme: 109.000 Euro.

Thümler freute sich über die weibliche Erfolgsserie: „Die Genderfrage muss doch auch mal sichtbar werden.“ Er unterstrich, dass in diesem Jahr (und damit in seiner Amtszeit) zum ersten Mal auch die Lehre gewürdigt werde. Politisch wird es ihm zupass gekommen sein, dass sich die Höchstleistungen wie durch ein Wunder fast gleichmäßig auf alle Regionen des Landes verteilen. In seiner Rede verwies er darauf, wie „leistungsstark und innovativ“ die niedersächsischen Hochschulen seien, und nannte als Beispiel – außer den Preisträgerinnen – das gute Abschneiden bei der Exzellenzinitiative des Bundes („Dieser Erfolg ist fantastisch“).

Einer der Hauptpreise (25.000 Euro) ging an Denise Hilfiker-Kleiner, Biologin und Professorin an der Medizinischen Hochschule Hannover: Sie hat unter anderem herausgefunden, wie das Hormon Prolaktin, das für das Stillen von Babys wichtig ist, sich so verändern kann, dass es bei gesunden Frauen in den letzten Schwangerschaftswochen eine plötzliche und gefährliche Herzkrankheit auslöst – glücklicherweise nur einmal bei 1000 Schwangerschaften.

Lehrbuch per App

Inga Holube, Professorin für Audiologie an der Jade-(Fach)Hochschule, Standort Oldenburg, bekam auch einen Hauptpreis – für ihre Verdienste um die Erforschung der Schwerhörigkeit und besserer Behandlungsmöglichkeiten. Den gleich hoch dotierten Preis für die Lehre konnten Regina Toepfer und Wiebke Ohlendorf von der TU Braunschweig mit nach Hause nehmen, die eine Germanistikprofessorin, die andere wissenschaftliche Mitarbeiterin: Sie haben eine App entwickelt, mit der die Stadt Braunschweig quasi zum germanistischen Mittelalter-Lehrbuch  wird.

Die Preise für Nachwuchswissenschaftlerinnen, jeweils 10.000 Euro, gingen an Xiaoying Zhuang von der Leibniz-Universität Hannover und an Jannika Mattes von der Carl-von-Ossietzky-Uni Oldenburg. Xiaoying Zhuang, gerade 35 und bereits mehrfach preisgekrönt, erforscht Numerische Mechanik und neue Werkstoffe; ihre mathematischen Ergebnisse findet man heute schon in Computersoftware wieder. Jannika Mattes, Juniorprofessorin, untersucht unternehmerische Innovationsstrategien, unter anderem in weltweiten Netzwerken, wo es um Wissen und um Macht geht: Spannend sei es immer da zwischen Menschen, sagte sie bei der Preisverleihung, „wo es kracht“.

In der Kategorie Studierende wurden Sahra Ghalebikesabi von der Leibniz-Universität Hannover, Jessica Grosser von der Leuphana-Universität Lüneburg, Viviane Kakerbeck von der Universität Osnabrück sowie, als Team, Anna Lea Gerbode und Rabea Daria Pons von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen geehrt. Sie bekamen jeweils ein Preisgeld von 3500 Euro, weil sie entweder herausragende Noten bekommen oder sich für die Gemeinschaft an der Uni engagiert haben.

Von Bert Strebe

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