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Der Norden Darum ziehen junge Familien nach Ottenstein
Nachrichten Der Norden Darum ziehen junge Familien nach Ottenstein
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19:01 13.05.2018
Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner auf einem noch zu verschenkenden Baugrundstück. Quelle: Foto: dpa
Ottenstein

Die kleine Gemeinde Ottenstein im Landkreis Holzminden hat dank verschenkter Grundstücke junge Familien als neue Bürger gewinnen können. Von insgesamt zehn Grundstücken mit einer Größe zwischen 800 und 1000 Quadratmetern seien mittlerweile sechs vergeben, sagte Bürgermeister Manfred Weiner.

Die 950-Einwohner-Gemeinde im Weserbergland ist idyllisch auf einer Hochebene westlich der Weser gelegen, von ihren Häusern aus haben die Bewohner einen traumhaften Ausblick ins Tal. „Früher, vor 42 Jahren, war hier nichts und jetzt stehen hier überall Häuser und leben Familien“, freut sich Bürgermeister Manfred Weiner.

10 000 Euro Grundstückswert

Vor knapp zwei Jahren hatte der CDU-Politiker die Idee mit dem ungewöhnlichen Angebot an junge Paare mit Kindern. Die Grundstücke hatten einen Wert von jeweils rund 10 000 Euro, geht man von einem dort üblichen Quadratmeterpreis von 13 Euro aus.

Rund 600 Bewerbungen für die Grundstücke landeten im Bürgerbüro in Ottenstein, ernst zu nehmen waren nach Angaben des Bürgermeisters etwa 50. Vergeben und bebaut sind nun sechs Grundstücke. Eingezogen sind nun überwiegend Paare mit kleinen Kindern. Weiner sagt: „Ich wäre schon froh gewesen, wenn ich eines los geworden wäre.“ Dank des Zuzugs einer Handvoll neuer Bürger sei Ottenstein zwar nicht gewachsen, aber auch nicht geschrumpft, berichtet Weiner. Und die Gemeinde habe zusätzliche Steuereinnahmen.

Aus Sicht des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes ist Ottensteins Ansatz neu. „Grundstücke zu verschenken, um junge Familien für den Ort zu interessieren, ist sicherlich eine kreative Idee“, sagt der Sprecher des Verbandes, Thorsten Bullerdiek.

Dennoch sei das keine generelle Lösung für die Probleme des ländlichen Raums. meint Bullerdiek. „Wir brauchen auf jeden Fall bessere Mobilitätskonzepte für das Land und Glasfaserkabel in jedem Haus, damit das Leben auf dem Land lebenswert bleibt.“

Von Kristina Wienand

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