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Der Norden „Gorch Fock“ wird für bis zu 135 Millionen Euro saniert
Nachrichten Der Norden „Gorch Fock“ wird für bis zu 135 Millionen Euro saniert
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00:39 23.03.2018
Wird für 135 Millionen Euro runderneuert: das Segelschulschiff Gorch Fock. Quelle: dpa/Bernd Wüstneck
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Hamburg/Berlin

Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird repariert und saniert. Das Verteidigungsministerium habe entschieden, die Instandsetzung fortzusetzen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Die Kosten würden bis zu 135 Millionen Euro betragen. Die umfangreiche Runderneuerung und Modernisierung des Dreimasters ermögliche eine Nutzungsdauer über das Jahr 2040 hinaus. Zuvor hatte der Sender NDR Info darüber berichtet.

Den Auftrag für die Instandsetzung der „Gorch Fock“ hatte die Elsflether Werft in Niedersachsen erhalten, die aber ein Dock in Bremerhaven nutzt. Seit Januar 2016 liegt das Schiff im Dock. Dort wurde nach und nach entdeckt, was alles repariert werden muss. Die „Gorch Fock“ soll der Marine den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2019 wieder zur Verfügung stehen. Durch den Weiterbetrieb des Dreimasters stehe der Marine nahezu unterbrechungsfrei ein Schiff zur Ausbildung zur Verfügung.

Nach deutlich gestiegenen Reparaturkosten war zuletzt auch über eine Stilllegung des Schiffs und einen Neubau diskutiert worden. Dieser wäre nach Angaben des Ministeriumssprechers aber frühestens im Jahr 2025 fertiggestellt gewesen. Bis dahin hätte die Ausbildung auf einem angemieteten Segelschulschiff stattfinden müssen. Allerdings ließe diese Lösung unter anderem das Arbeiten der Anwärter in der Takelage nicht zu.

So durften auch die deutschen Kadetten, die 2017 mit dem rumänischen Großsegler „Mircea“ in See gestochen waren - einem Schwesterschiff der „Gorch Fock“ - aus Sicherheitsgründen nicht in die Takelage. Nachdem zwei Offiziersanwärterinnen 2008 und 2010 tödlich verunglückt waren, hatte die deutsche Marine die Sicherheitsstandards auf der „Gorch Fock“ erhöht.

Die „Gorch Fock“ ist für viele mehr als nur ein Segelschulschiff. „Sie ist ein wertvoller Bestandteil in der seemännischen Tradition und auch eine Botschafterin Deutschlands in Weiß auf den Weltmeeren“, heißt es im Ministerium.

Seit fast 60 Jahren gleitet diese Botschafterin durch die Meere. 1958 wurde das 89 Meter lange Schulschiff mit seinen bis zu 45 Meter hohen Masten bei Blohm+Voss in Hamburg in Dienst gestellt. Die erste Ausbildungsfahrt führte vom Heimathafen Kiel nach Teneriffa.

Im Herbst 2015 hieß es „Leinen los“ für die 168. und bisher letzte Ausbildungsfahrt nach Norwegen und Schottland. Etwa 15 000 Männer und Frauen der Marine - darunter praktisch alle Offiziersanwärter - haben ihre seemännische Basisausbildung auf der Bark absolviert. Schiff und Besatzung legten mehr als 750.000 Seemeilen zurück.

Der Kommandant der „Gorch Fock“, Nils Brandt, sagte, die Entscheidung, die Bark zu erhalten, habe bei ihm und der Besatzung große Erleichterung ausgelöst. „Nach langer Zeit der Flaute ist wieder Wind zu spüren und das tut gut, denn die „Gorch Fock“ erfüllt einen ganz wesentlichen Auftrag zur Ausbildung unseres Nachwuchses.“

Von dpa

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