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Der Norden Polizei räumt besetztes Wohnheim in Göttingen
Nachrichten Der Norden Polizei räumt besetztes Wohnheim in Göttingen
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11:21 07.05.2018
Die Polizei hat am Morgen das Wohnheim am Fridtjof-Nansen-Weg geräumt. Quelle: Brakemeier
Göttingen

Räumung am Montagmorgen: Die Polizei hat die Besetzung des Wohnheims am Goethe-Institut in Göttingen beendet. Gegen 7 Uhr rückten die Beamten in großer Zahl an, berichtet das Göttinger Tageblatt. Die etwa 20 Besetzer verließen daraufhin ohne Widerstand das Gebäude. Die Beamten nahmen Personalien der Hausbesetzer auf. Sie erwartet eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und gegebenenfalls wegen Sachbeschädigung.

Unterstützer versammelten sich daraufhin vor dem Gebäude. Im Anschluss an die Aktion brachen rund 80 Menschen gemeinsam zu einer Spontandemo auf. Mit Transparenten liefen sie vom Wohnheim am Fridtjof-Nansen-Weg durch die Rote Straße in die Göttinger Innenstadt. 

Spontandemo nach der Räumung des Wohnheims des Goethe-Instituts. Quelle: Brakemeier

Die Besetzer hatten die Initiative „Our House Nansen 1“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Verkauf des Wohnheims zu verhindern. Sie fordern von der Stadt, dort Flüchtlinge unterzubringen. Zugleich kritisieren sie die Bedingungen in einer Flüchtlingsunterkunft im Gewerbegebiet Siekhöhe. Das Institut hatte als Pächter Strafantrag gestellt.

Aus der Politik meldeten sich in den vergangenen Tagen sowohl kritische als auch verständnisvolle Stimmen. Die Gö-Linke-Ratsfraktion stützte die Forderungen der Besetzer und sah nach einer Besichtigung des Hauses auch keinerlei Störungen für das Goethe-Institut. Die Ratsfraktion der Grünen stellte hinter die Ziele der Besetzer. Die CDU im Rat hingegen wertete die Besetzung und die Solidaritätsbekundungen anderer Parteien „als eindeutigen Rechtsbruch“. Die FDP kritisierte die Besetzung als Brechstangenmethodik.

Von vsz/GT

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