Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden Landwirt schießt mit Pistole auf Tierarzt
Nachrichten Der Norden Landwirt schießt mit Pistole auf Tierarzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 24.07.2017
Der Bauer muss sich vor dem Landgericht Stade verantworten, weil er einen Amtstierarzt angeschossen und lebensgefährlich verletzt haben soll.  Quelle: Ingo Wagner/dpa
Stade

Wegen versuchten Mordes muss sich vor dem Landgericht Stade ein 56-jähriger Landwirt verantworten, der im Februar den damaligen Cuxhavener Veterinäramtsleiter mit einem Bauchschuss lebensgefährlich verletzt haben soll. Heimtückisch habe der Angeklagte versucht, einen Menschen zu töten, so Staatsanwältin Annika Lismann zum Auftakt des Prozesses. Zumindest habe er den Tod des Tierarztes billigend in Kauf genommen. Der Angeklagte selbst wollte sich am Montag nicht zur Sache äußern. Der inzwischen pensionierte Tierarzt nimmt als Nebenkläger an der Verhandlung vor der 13. Großen Strafkammer teil, war aber am ersten Prozesstag nicht persönlich anwesend.

Tiere sollten abgeholt werden

Am 1. Februar gegen 9.00 Uhr war der Kreisveterinär mit Kollegen und in Begleitung der Polizei mit Viehtransportern auf dem kleinen Hof in Osterbruch-Norderende vorgefahren. Der Bauer stand schon länger unter Beobachtung, da er aus Behördensicht seine Tiere nicht korrekt hielt. Nach zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen sollte ein Gerichtsbeschluss vollstreckt, die Rinder, Schafe und Pferde abgeholt und an Viehhändler übergeben werden. Landwirt und Veterinär diskutierten zunächst noch auf dem Hof, aber nicht hitzig. Dann ging der Bauer in den Stall, während alle anderen draußen warteten.

Schüsse aus dem Hinterhalt

„Plötzlich und völlig überraschend“ schoss der Mann dann laut Staatsanwaltschaft aus dem Dunkeln des Gebäudes heraus durch den oberen Teil einer geöffneten Flügeltür in Richtung des Tierarztes. Zuvor habe er noch „Existenzvernichter“ gerufen. Der Veterinär wurde im Bauch getroffen und musste im Krankenhaus Cuxhaven notoperiert werden. Dabei entfernten die Ärzte ihm eine Niere und einen Teil des Darms. Der mutmaßlich Täter durfte zwar die aus einem Erbe stammende 9-Millimeter-Pistole der Marke „Star“ besitzen, aber nicht die Munition. Auch das legt ihm die Anklage zur Last.

Der Vorsitzende Richter Matthias Bähre regte die Erstellung eines Gutachtens über den ledigen Angeklagten an, durch das dessen Persönlichkeit und sein Verhalten im täglichen Leben beleuchtet werden soll. Der Angeklagte stimmte mit den Worten „Von mir aus“ zu. Der Prozess dürfte dadurch vermutlich länger dauern. Es wurden vorsorglich zusätzliche Termine bis Anfang September anberaumt. Am Dienstag sollen die am Einsatz beteiligten Polizisten als Zeugen aussagen. Voraussichtlich am 3. August ist die Aussage des Tierarztes geplant. 

dpa

Ausgerechnet in einem "Hotspot des Salafismus" fehlt das Geld für gezielte Vorbeugung in der Szene. Nun soll das Land einspringen. Sicher ist: Wenn überhaupt, werden die Hildesheimer Pläne später in die Tat umgesetzt als geplant. 

24.07.2017

Nun ist es statistisch belegt: In Niedersachsen ist in diesem Jahr bisher mehr Niederschlag als sonst vom Himmel geregnet. Das zeigen Zahlen des Deutschen Wetterdienstes. Auch im Land Bremen war es regnerischer als üblich. Bundesweit fiel dagegen weniger Regen als sonst.

23.07.2017

Bei einem Einsatz nach einem Fußballspiel des SF Lotte gegen den Hansa Rostock sind am Sonnabend mehrere Polizisten von Rostocker Fans angegriffen worden. Ein Wurfgeschoss verletzte einen Polizeibeamten im Gesicht, der Polizeihund wurde so verletzt, dass er in die Tierklinik musste.

23.07.2017