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Der Norden Streit um Friedenspreis: Bündnis fordert Neubesetzung der Jury
Nachrichten Der Norden Streit um Friedenspreis: Bündnis fordert Neubesetzung der Jury
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11:59 22.02.2019
Der Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ steht unter Antisemitismus-Verdacht. Quelle: epd-bild/Rolf Zoellner
Göttingen

Die Vergabe des diesjährigen Göttinger Friedenspreises bleibt heftig umstritten. Die Verleihung der Auszeichnung an den Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ sei “ein Skandal„, erklärte ein „Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus“ am Freitag: „Wir begrüßen den Rückzug von Stadt und Universität aus der diesjährigen Preisverleihung.“

Was ist an dem Verein „Jüdische Stimme“ preiswürdig?

Dieser Rückzug dürfe aber nicht die einzige Konsequenz bleiben, heißt es in einem unter anderem von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft unterzeichneten Offenen Brief des Bündnisses an die Stiftung Dr. Roland Röhl und weitere Adressaten. Es müsse aufgearbeitet werden, weshalb die „Jüdische Stimme“ der Jury prämierungswürdig erscheine und wieso das Kuratorium der Stiftung erst nach massivem öffentlichem Druck interveniert habe.

Bündnis: Friedenspreis-Jury muss neu besetzt werden

Das Bündnis fordere daher, “dass die Kuratoriumsmitglieder es bei einer bloßen Distanzierung nicht belassen, sondern die Jury neu besetzen, um derartige Vorfälle in Zukunft auszuschließen„. Die “Jüdische Stimme„ sei bisher ausschließlich als Vorfeld-Organisation der gegen Israel gerichteten Boykott-Kampagne “BDS„ (“Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen„) aufgefallen.

„Jüdische Stimme“ soll BDS-Bewegung unterstützen

Zuvor hatten bereits der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sowie FDP-Politiker die “Jüdische Stimme„ als antisemitisch kritisiert und dies ebenfalls mit einer Nähe des Vereins zur Boykott-Kampagne BDS begründet. Daraufhin zogen die Göttinger Universität, Stadt und Sparkasse ihre Unterstützung für die Preisverleihung zurück - Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel sitzen im Kuratorium der Stiftung. Die Verleihung kann deshalb nicht wie sonst in der Aula der Hochschule stattfinden.

Die Stiftung Dr. Roland Röhl, die den Friedenspreis seit 1999 vergibt, hält weiterhin an der Vergabe des Preises an die “Jüdische Stimme" fest. Die Verleihung soll jetzt an einem anderen Ort stattfinden. Zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland unterstützten die Entscheidung der Stiftung und kritisieren den Rückzug von Stadt, Hochschule und Sparkasse.

Von RND/epd

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