Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden Mit dem Fahrrad von München nach Rio
Nachrichten Der Norden Mit dem Fahrrad von München nach Rio
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:27 19.06.2018
Die Brüder Nico Schmieder und Julian Schmieder zusammen mit Freund Sandro bei der Ankunft pünktlich zum Beginn der Olympischen Spiele 2016. Quelle: dpa
Bremen

Es war kurz vor Rio, als Julian Schmieder eine E-Mail mit dem Betreff „Film machen“ bekam. Da hatten er, sein Bruder Nico und sein Freund Sandro schon viele Tausend Kilometer auf dem Fahrrad hinter sich. Vor mehr als einem Jahr waren sie in München losgeradelt. Ihr Ziel: die Olympischen Spiele in Rio. Nun erzählt ein Film von der abenteuerlichen Reise vom „Trio for Rio“. Eine erste Fassung führen die Brüder Schmieder am Freitag (22.) in Bremen vor.

„Wir hatten eigentlich keinen großartigen Plan, was uns erwartet und begegnet“, sagt Julian Schmieder heute rückblickend. Die Reise führte die Drei durch 24 Länder. Fast 30 000 Kilometer legten sie mit dem Fahrrad zurück - zwischendurch ging es mit Flugzeug und Schiff weiter. In den Anden erklommen sie bis zu 4500 Meter hohe Berge, erlebten die Einsamkeit Alaskas, trotzten Gegenwind, schlammigen Pisten, eisiger Kälte und schweißtreibender Hitze.

Trio berichtet per Reiseblog

Das alles berichtete das Trio samt Selfie-Fotos regelmäßig in einem Blog. Auf diesen stieß der Bremer Kameramann und Cutter Thomas Köke zufällig im Internet. Von ihm kam die E-Mail mit der Idee für das Filmprojekt. Kurz darauf reiste er in die brasilianische Stadt, um sich dort mit den drei jungen Männern für Interviews zu treffen und um an verschiedenen Schauplätzen zu drehen.

Doch der Großteil des Materials stammt von den Schmieders selbst. Die gesamte Reise filmten die Brüder mit einer kleinen Kamera. 400 Stunden sind dabei zusammengekommen. „Das sind tolle Bilder“, sagt Köke. Deshalb war es die größte Herausforderung für die Brüder das alles zu sichten - und vor allem zu kürzen.

Zuschauer sollen bei Filmpremiere ihre Meinung äußern

„Wir haben einfach unser Leben auf und neben dem Fahrrad dokumentiert“, sagt der 35-jährige Julian Schmieder. Und das verlief nicht immer ohne Reibereien unter den drei Reisenden. „Da hing manchmal auch der Haussegen - in unserem Fall Zeltsegen - ganz schön schief.“ Einen Eindruck davon können die Zuschauer auf der Vorpremiere in Bremen bekommen. Dort ist aber auch ihre Meinung gefragt: Was ist gut? Was ist zu langwierig?

Die Premiere der Endversion ist im Oktober in München geplant - passenderweise im Rio Filmpalast. Bis dahin ist noch viel zu tun. „Es fehlt noch wirklich viel Feinarbeit“, sagt Köke. Zum Beispiel die Musik, der Vor- und der Abspann. „Ich glaube, dass der Film richtig gut wird“, meint Köke jetzt schon sagen zu können. „Das Schöne ist, dass das ja wie eine Reise für einen selbst ist.“

Auf zwei Rädern um die Welt zu reisen - das wagen immer wieder begeisterte Radfahrer. Manche treibt dabei die Abenteuerlust und die Neugier auf andere Kulturen an, andere tun es für den guten Zweck. „Weltreisen auf dem Rad sind ziemlich populär“, stellt Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club fest. „Das bedeutet nicht, dass es ein Massenphänomen ist, aber man bekommt von diesen oft spektakulären Reisen durch die Sozialen Medien und Reiseblogger mehr mit als früher.“

Nach den vielen Monaten im Sattel hätte Julian Schmieder nie gedacht, dass er so etwas jemals wieder machen würde. Doch inzwischen hat ihn und seinen sechs Jahre jüngeren Bruder wieder das Reisefieber gepackt. Nächstes Jahr im April wollen sie zu dritt - diesmal mit ihrem Freund Felix - nach Tokio radeln. Im Juli 2020 wollen sie dort eintreffen. Wieder zu Olympia.

Von dpa

Der Reformationstag hat sich gegen Buß- und Bettag sowie Weltfrauentag durchgesetzt. Der 31. Oktober wird damit neuer Feiertag in Niedersachsen. Und das müssen Sie dazu wissen.

19.06.2018

Vom 22. bis 24. Juni steigt in Scheeßel das Hurricane Festival. Welche Bands spielen? Gibt es noch Tickets? Und wie wird das Wetter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Niedersachsens größtem Festival.

19.06.2018

Die Deutsche Bahn plant in Ostfriesland die größte Drehbrücke Europas als Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke an der Ems bei Weener. Das Eisenbahn-Bauwerk könnte 2024 in Betrieb gehen, wie die Bahn mitteilte.

19.06.2018