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Der Norden Geht von den toten Walen eine Gefahr aus?
Nachrichten Der Norden Geht von den toten Walen eine Gefahr aus?
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07:48 13.01.2016
Bevor die beiden fast 12 und 13 Meter langen Wale geborgen werden können, müssen nach Angaben des Umweltministeriums in Hannover erst die Gase abgelassen werden. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, die Kadaver anzustechen. Quelle: dpa
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Wangerooge

Experten wollen sich jetzt ein Bild von den gestrandeten Riesen machen. Danach wollen die Behörden entscheiden, wie diese zum Festland transportiert werden können und was danach mit ihnen passieren soll. Die wichtigsten Fragen rund um die beiden Wale:

Wieso ist der Abtransport so schwierig?

Im Bauch der Wale sammeln sich Verwesungsgase, die durch die Körperöffnungen austreten. Diese sind gesundheitsgefährdend - und könnten sogar zum Bersten der Kadaver führen. Der Fundort an der Ostspitze der ostfriesischen Insel ist deshalb abgesperrt. Bevor die beiden fast 12 und 13 Meter langen Wale geborgen werden können, müssen nach Angaben des Umweltministeriums in Hannover erst die Gase abgelassen werden. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, die Kadaver anzustechen.

Wie geht es weiter?

Ein Tierarzt vom Cuxhavener Fischinstitut und Mitarbeiter von der Nationalparkverwaltung sollen die toten Wale am Mittwoch erneut untersuchen. Sie sollen einschätzen, wie weit die Verwesung vorangeschritten ist und ob von den Tieren eine Gefahr ausgeht. Wenn dies nicht der Fall ist, werden sie die Kadaver zur Entsorgung freigeben. Dazu sollen die Wale in den Hafen von Hooksiel geschleppt werden.

Wie lange wird das dauern?

Dazu kann das Umweltministerium noch keine Angaben machen. Die toten Pottwale liegen auf einer Sandbank. Die geplanten Untersuchungen und auch die Bergung sind deshalb abhängig von der Tide und dem Wetter.

Wie viel wird der Abtransport kosten?

Das ist noch völlig offen. Die Kosten hängen vom Zustand der Wale und den Umständen bei der Bergung ab. Zuständig für den Abtransport ist das Land, da die Kadaver am Ostzipfel der Insel und damit im Nationalpark Wattenmeer liegen.

Was soll mit den toten Walen passieren?

Fachkräfte sollen diese nach Plänen des Umweltministeriums in einem abgetrennten Bereich im Hafen von Hooksiel zerlegen. Wangerooges Bürgermeister Dirk Lindner will das präparierte Skelett von mindestens einem Wal später gerne auf der Insel ausstellen. Dafür müssten Spezialisten die Knochen vom Fleisch befreien und dann das Skelett wieder zusammensetzen. Die Kosten schätzt Lindner auf 40 000 Euro. Über diese Pläne werde man nach der Freigabe reden, sagte dazu ein Ministeriumssprecher.

Und was ist mit den toten Walen vor Helgoland?

Ob die beiden verendeten Pottwale, die am Dienstag vor der Hochseeinsel Helgoland gesichtet wurden, zu den Wangerooge-Walen gehören, ist derzeit noch nicht klar. Das Gewässerschutzschiff "Neuwerk" aus Cuxhaven machte sich auf den Weg Fundort vor Helgoland. Wie lange die Tiere dort schon tot sind, auch das muss noch untersucht werden.

dpa

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