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Der Norden Ein Knöllchen für den „Knöllchen-Horst“
Nachrichten Der Norden Ein Knöllchen für den „Knöllchen-Horst“
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00:16 01.02.2016
„Wieder mal“: Der als „Knöllchen-Horst“ bekannte Horst Nilges bei einem seiner Termine vor Gericht. Quelle: dpa/Archiv
Osterode

Gero Geißlreiter, Erster Kreisrat des Landkreises Osterode, der den Fall bearbeitet, räumt auf Anfrage ein, dass der Verwarngeldbescheid „voraussichtlich eingestellt“ werde. Schließlich sei ja nicht der Beschuldigte beweispflichtig, dass er einen Parkschein hatte, sondern ihm müsse bewiesen werden, dass er keinen hatte. Und der Anzeigeerstatter habe inzwischen zugegeben, gar nicht erst ins Auto geschaut zu haben, ob dort ein Parkschein liegt.

Anzeigeerstatter – das ist pikanterweise ein in Herzberg tätiger Polizeibeamter. Der Oberkommissar ist von Horst Nilges bereits 58-mal wegen Falschparkens angezeigt worden. Zur Hälfte vor dessen Dienststelle, zur anderen Hälfte vor dessen Wohnung. Da nimmt sich nach Nilges’ Empfinden als ungeschickte Rache aus, was am Vormittag des 25.   November 2015 in der Hauptstraße von Bad Lauterberg geschah. Der Polizist hatte Nilges dabei beobachtet, wie der auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz fuhr und in ein Geschäft verschwand, ohne vorher einen Parkschein zu ziehen. Der Beamte sprach Nilges an und kündigte ihm die Ordnungswidrigkeitsanzeige an. Zum Auto war er erst gar nicht gegangen, steht nach Geißlreiters Angaben inzwischen fest.

Dort aber, so Nilges, lag schon ein Parkschein für 50 Cent, wenig vorher gezogen in derselben Straße, jedoch etwas oberhalb – und noch gültig. In Bad Lauterberg gibt es nur eine einheitliche Parkzone. Der Landkreis will nach Anhörung beider Beteiligter nun Nilges fragen, ob er noch den Parkschein vorlegen könne. Aber selbst das müsse er nicht. Denn der Polizist hatte nicht einmal Fotos vom Parkverstoß gemacht.

Die aber macht Nilges immer. Auch darum gibt es Streit. Gerade hatte der „Stern“ geschrieben, „Knöllchen-Horst“ habe zwar 5000 Anzeigen wegen Falschparkens erstattet, es sei aber nur 30 von ihnen nachgegangen worden, weil für die anderen keine Beweise vorgelegen hätten. Das ist aber falsch. Nilges schreibt unter jede seiner Anzeigen, dass für den Fall des Bestreitens Fotos vorgelegt werden könnten. Eine Kopie der Anzeigen schickt er meist auch der örtlichen Zeitung.

„Die Bußgeldbehörde handelt eindeutig willkürlich und somit rechts- und verfassungswidrig“, sagt Nilges und hat deshalb Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Göttingen gegen Verantwortliche des Landkreises Osterode wegen Rechtsbeugung erstattet – „wieder mal“, stöhnt Landrat Geißlreiter. Die Strafverfolgungsbehörde bearbeitet diese derzeit. Und natürlich hat „Knöllchen-Horst“ auch die willkürliche Anzeige des Oberkommissars als Amtsmissbrauch angezeigt.     

Von Jürgen Gückel

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