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Der Norden Müssen Schulen wieder Klassenfahrten streichen?
Nachrichten Der Norden Müssen Schulen wieder Klassenfahrten streichen?
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00:16 14.05.2017
Von Saskia Döhner
Fernziel adé: Wenn überhaupt können Schulen mit ihrem Budget noch Klassenfahrten innerhalb Niedersachsens machen. Quelle: Tom Alphin
Hannover.

Das Schulbudget würde nicht erreichen. Die Lehrer bekommen seit zwei Jahren eine erhöhte Erstattung ihrer Kosten, die Budgets der Schulen seien nicht entsprechend erhöht worden, kritisiert der Elternverband. Dies hatten auch CDU und FDP von Anfang an bemängelt, das Kultusministerium hatte dies stets zurückgewiesen. Das Budget sei sehr wohl erhöht worden, die Schulen würden sogar Rücklagen bilden.

Bei der Umfrage der Elternräte zeichnete sich ein anderes Bild ab. "Die Ergebnisse spiegeln unsere schlimmsten Befürchtungen", sagte Verbandsvorsitzender Hartwig Jeschke. Den Gymnasien sei es nur durch tägliches Jonglieren mit dem viel zu knappen Budget überhaupt möglich, Fahrten zu machen. Fast ein Drittel der Schulen habe Fahrten gestrichen. Oft blieben dann nur noch die Eingangsfahrten in der 5. oder 6. Klasse und die Studienfahrten in der Oberstufe, sagte Verbandsgeschäftsführerin Petra Wiedenroth, aber in der Mittelstufe, wo Fahrten zur Stärkung der Klassengemeinschaft wichtig seien, finde keine statt.

Ein weiteres Drittel der Schule greife zurzeit auf Rücklagen aus den Vorjahren zurück, dies werde bald aber nicht mehr möglich seien. Rund 15 Prozent gaben an, Mittel aus dem Ganztagsbetrieb für Schulfahrten umzuwandeln. Lehrer müssten oft noch draufzahlen, in Zeit und Geld, sagte Jeschke, weil die Erstattung zwar erhöht worden sei, aber längst nicht die tatsächlichen Kosten abdecke.

Björn Försterling, schulpolitischer Sprecher der FDP im Landtag, sagt: "Wir haben schon vor einem Jahr gewarnt, dass die Budgets der Schulen nicht ausreichen werden. Die Kultusministerin ist den Lehrern mit der Übernahme der Kosten entgegengekommen, hat aber den Schulen kein Geld dafür zur Verfügung gestellt. Heute kommt raus, wie scheinheilig die Versprechen der Ministerin gewesen sind."

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