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Der Norden Das sind Niedersachsens skurrilste Übernachtungsorte
Nachrichten Der Norden Das sind Niedersachsens skurrilste Übernachtungsorte
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10:18 26.06.2018
Ein Baumzelt hängt im ErlebnisWald an drei Bäumen etwa 1,5 Meter über dem Boden. Quelle: dpa
Hannover

Es müssen nicht immer Hotel, Ferienwohnung oder Pension sein: Wer hierzulande Ferien machen möchte, kann auch im Turm mit Nordseepanorama, im Forstarbeiterwagen im Wald, einem Baumhaus oder einem speziell präparierten Strandkorb schlafen. Eine kleine Auswahl:

Wagenburg Solling: Die Landesforsten bieten Wanderern die Möglichkeit, in Schutzwagen für Waldarbeiter zu übernachten. Die „Wagenburg Solling“ im Forstamt Solling direkt am Weserbergland-Wanderweg ist allerdings etwas komfortabler ausgestattet. Jeder Wagen hat vier Betten, Dusche und WC, dazu eine Küchenzeile. Auf Wunsch gibt es ein Grillpaket und Frühstück. Ziel sei es, den sanften Naturtourismus voranzutreiben, sagte ein Sprecher des Solling-Vogler-Tourismus.

Baumzelte: Niedersachsens erstes Baumhaushotel wurde vor zehn Jahren im Erlebniswald in der Nähe von Uslar (Kreis Northeim) eröffnet. Neun unterschiedlich große Baumhäuser hängen in luftiger Höhe. Neu sind einige Baumzelte, die in rund eineinhalb Metern Höhe zwischen mehrere Stämme gespannt sind. Einsteigen kann man über eine kleine Trittleiter. Die Zelte halten nach Angaben des Betreibers mindestens 300 Kilogramm Belastung aus.

Weinfässer und Zirkuswagen: Auf dem Campingplatz Polstertal bei Altenau im Harz kann man in einem Zirkuswagen oder besonders großen Weinfässern übernachten. Sie bieten jeweils vier Schlafplätze. Während der Wagen das ganze Jahr über bewohnt werden kann, wird es in den Fässern bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt frostig. So kalt dürfte es im Sommer aber selbst im Harz nicht werden.

Signalturm: Ein einmaliges Panorama über die Nordsee und den Jadebusen bietet ein ehemaliger Signalturm in Wilhelmshaven. In 35 Meter Höhe erwarten auf zwei Ebenen ein gemütlicher Wohn- und Essraum sowie ein Schlafraum mit zwei Übernachtungsplätzen die Besucher. Der Turm liegt nur wenige 100 Meter vom Strand entfernt und ist mit hauseigenen Fahrrädern schnell zu erreichen. Wer nachts zur Toilette will, sollte sich aber wetterfest anziehen: Es geht 124 Stufen die Außentreppe hinab. Denn die Sanitär-Einrichtungen befinden sich in einem Gebäude am Fuß des Turms.

Schlafstrandkörbe: Übernachten unter dem Sternenhimmel ist in Schlafstrandkörben in Dangast (Kreis Friesland) am Jadebusen, Otterndorf an der Elbe (Landkreis Cuxhaven) und Bensersiel (Kreis Wittmund) an der ostfriesischen Wattenmeerküste möglich. Jeweils zwei Schlafplätze stehen für ein romantisches Date mit Meeresrauschen und Möwengeschrei bereit. Gegen Wind und Regen schützt eine wetterfeste Abdeckung, gegen neugierige Zuschauer lassen sich die Fenster blickdicht verschließen.

Hausboot: Sich vom leichten Wellengang in den Schlaf schaukeln lassen - das kann man in einem Hausboot in Bremerhaven. Das schwimmende Ferienhäuschen liegt mitten im historischen Fischereihafen. Auf 50 Quadratmetern bietet es mit zwei Schlafzimmern, Einbauküche und einem Bad mit Dusche und Toilette Platz für bis zu vier Feriengäste. Von der Dachterrasse aus können diese die maritime Atmosphäre am Wasser genießen. Eine Hafenrundfahrt kann man mit dem Hausboot allerdings nicht unternehmen, es hat nämlich keinen Motor.

Von RND/dpa

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