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Der Norden CDU-Spitzenkandidat verspricht Garantie gegen Schulausfall
Nachrichten Der Norden CDU-Spitzenkandidat verspricht Garantie gegen Schulausfall
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00:15 27.05.2017
CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann will die Mängel in der Unterrichtsversorgung innerhalb eines Jahres beseitigen Quelle: Foto (Archiv): Schaarschmidt
Norderney

„Wir befinden uns in Niedersachsen in einem Notstand in der Unterrichtsversorgung“, so Althusmann, der am Mittwoch zusammen mit der CDU-Fraktion in Norderney ein Grundsatzpapier zur Bildungspolitik vorstellte. Es mache keinen Sinn, mehr Geld für mehr Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen, weil es derzeit nicht genug Pädagogen auf dem Markt gebe. Es müsse also intern umgebaut und nicht unbedingt notwendige Aufgaben und Freistellungen für Lehrer gestrichen werden.

Als Beispiel nannte Althusmann die Sprachförderung in Kindertagesstätten. Rechne man die Stunden um, für die Lehrer für diese Aufgabe freigestellt seien, käme man auf 500 Vollzeitstellen. „Das entspricht einem Prozent Unterrichtsversorgung“, so Althusmann. Die Sprachförderung sei zweifelsohne eine wichtige Aufgabe, aber angesichts von drei Erzieherinnen in vielen Gruppen müsse man die Frage stellen, ob diese Aufgabe nicht von diesen übernommen werden könne, da man die Lehrer notwendigerweise jetzt in den Schulen brauche. Eine Unterrichtsgarantie für alle Schulformen sei bis 2018 möglich. „Unterricht geht vor“, so der Spitzenkandidat.

Althusmann will mit den Gewerkschaften über den Verzicht auf diese und andere Freistellungen sprechen und den Arbeitnehmervertretern dabei auch ein Angebot machen: Es soll erstmals eine unabhängige Erfassung der tatsächlichen Lehrerarbeitszeit geben.

Darüber hinaus will Althusmann die Inklusion mit einem einjährigen Moratorium belegen. In dieser Zeit soll überlegt werden, wie es weitergehen kann und wie die Mittel verteilt werden müssen, damit die gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht-behinderten Kindern nicht scheitert.

Alle Schulen sollen bis 2023 Ganztagsschulen werden. Ein Beschluss von Rot-Grün soll zudem wieder rückgängig gemacht werden: Gesamtschulen sollen nicht mehr ersetzende Schulform sein. Das bedeutet, dass überall dort, wo es Gesamtschulen gibt, die Kreise und kreisfreien Städte auch Gymnasium, Realschule und Hauptschule anbieten müssen. An Gymnasien soll verhindert werden, dass Leistungsstandards weiter abgesenkt werden.

Veränderungen plant die CDU auch für die Grundschulen: Das Notensystem soll wieder verpflichtend eingeführt werden, ebenso die Schullaufbahnempfehlung in der vierten Klasse. Außerdem soll gewährleistet werden, dass alle Kinder nach Ende der Grundschule die Regeln der Rechtschreibung beherrschen. „Das Schreiben lernen nach Gehör lehnen wir ab“, so Althusmann.

Der Sozialverband Deutschland nannte Althusmanns Forderung nach einem einjährigen Moratorium "eine Schnapsidee". Der Landesvorsitzende Adolf Bauer zeigte sich "entsetzt darüber, dass ein Stopp der Schließungen von Förderschulen auch nur in Erwägung gezogen wird", und wies darauf hin, "dass es keinen Elternwillen gegen die Inklusion gibt".

Die Lehrergewerkschaft GEW protestiert gegen Althusmanns Rechnung mit der Umschichtung von Lehrerstunden. "Wer Sonderbedarfe für Flüchtlinge, Inklusion oder Ganztagsbetreuung streicht, muss mit massivem Gegenwind rechnen. Dasselbe gilt für die höhere Unterrichtsverpflichtung von Referendarinnen und Referendaren“, betont die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth.

Touristen in Niedersachsen haben im vergangenen Sommer über 600 Mal den Notruf 110 oder 112 gewählt, weil sie einen vermeintlich verwaisten jungen Seehund am Strand entdeckt hatten. Die beunruhigten Urlauber blockierten damit die Notrufleitungen.

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