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Der Norden Afrikanische Schweinepest kommt näher
Nachrichten Der Norden Afrikanische Schweinepest kommt näher
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06:00 26.07.2017
Gut desinfizieren: Übung zum Umgang mit Schweinepest in Sachsen. Quelle: Jan Woitas
Hannover

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein infiziertes Wildschwein über die deutschen Grenzen trottet und hierzulande ein anderes Wildschwein ansteckt, das dann wiederum Hausschweine infiziert, ist gar nicht so groß. Das Problem liegt an anderer Stelle.

Keine Bedrohung für Menschen

Die Schweinepest-Gefahr geht laut Loeffler-Institut eher von „kontaminiertem Schweinefleisch oder daraus hergestellten Erzeugnissen entlang des Fernstraßennetzes“ aus. Sprich: Das Risiko eines Einschleppens der Pest hängt an Fernfahrern oder anderen Reisenden, die in Osteuropa Mett- oder Salamibrötchen mit Anteilen von infiziertem Schweinefleisch kaufen und Reste davon auf einem deutschen Parkplatz zurücklassen. Und dann kommt ein Wildschwein und wühlt im Müll und steckt sich an.

Dem Fahrer und anderen Leuten kann nichts passieren: Weder die klassische noch die Afrikanische Schweinepest stellt eine Bedrohung für Menschen dar. Für Schweine aber sind beide Varianten gefährlich, die Afrikanische Schweinepest ist nahezu immer tödlich. Einen Impfstoff gibt es nicht. Außerdem: Die Virusinfektion ist eine Seuche. Ist ein Tier infiziert, werden alle Schweine auf dem Hof und in einem drei Kilometer umfassenden Sperrbezirk rund um den Stall getötet.

Die Afrikanische Schweinepest kam ursprünglich aus Kenia. 2014 gab es bereits einmal Infektionsnachweise in der EU: in Litauen und in Polen. Die Erreger sind auch auf Sardinien festgestellt worden. Im Juni wurden infizierte tote Wildschweine in Tschechien gefunden, zudem breitet sich das Virus in diversen Ländern Osteuropas aus.

Speisereste nicht zurücklassen

Belegt sind derzeit 125 Erkrankungen bei Haus- und knapp 1400 bei Wildschweinen. Die Seuche ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt. Für den Fall der Fälle steht in Niedersachsen eine Sachverständigengruppe parat, die unter Führung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg bereits 2014 gebildet wurde. Dazu gehören Veterinäre ebenso wie Jäger und Förster und zudem Fachleute der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Das Laves mahnt Fernfahrer und Reisebusgesellschaften, sorgsam mit Abfällen aus nicht durchgegartem Schweinefleisch umzugehen. Jäger, die in Osteuropa auf die Jagd gingen, müssten auf die Desinfizierung von Waffen und Kleidung achten. Der Landvolkverband Niedersachsen empfiehlt, Tiere nicht mit Speiseresten zu füttern. Schweinehalter sollten bei Auffälligkeiten im Bestand sofort den Tierarzt einschalten.

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