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Der Norden Abtreibungsstreit: Klinik durfte Chef nicht kündigen
Nachrichten Der Norden Abtreibungsstreit: Klinik durfte Chef nicht kündigen
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22:28 22.05.2017
Von Michael B. Berger
An der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik gab es Streit um Abtreibungen. Quelle: Philipp Schulze
Lüneburg

Die am Freitag gefallene Entscheidung sei noch nicht rechtskräftig, da eine Berufung möglich sei (Az.: 2Ca41 - 17).

Arzt beruft sich auf Glauben

Der Verwaltungschef war im Februar von der Betreibergesellschaft Capio Deutsche Klinik GmbH wegen unüberbrückbarer Differenzen entlassen worden. Anfang Februar hatte zunächst der Gynäkologie-Chefarzt Thomas Ulrich Börner seinen Rückzug aus der Klinik angekündigt. Er war in die Kritik geraten, nachdem er unter Berufung auf seinen christlichen Glauben Abtreibungen abgelehnt hatte. Der Verwaltungschef der Klinik hatte das Vorgehen des Chefarztes verteidigt - und seine Oberen damit offensichtlich verärgert. Nach Auffassung der Klinikgesellschaft könnten zwar einzelne Ärzte diese Eingriffe ablehnen, jedoch nicht das Krankenhaus als Ganzes.

Gynäkologe: „Ein Skandal“

Gynäkologe Börner arbeitet mittlerweile in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern. Er betrachtet die gesamte Affäre als einen Skandal. Da sei ein ungeheurer Druck aufgebaut worden. „Bemerkenswert finde ich, dass meine christliche Haltung weder von der Politik noch von den Berufsverbänden oder der örtlichen Kirche unterstützt worden ist“, sagte Börner der HAZ. So habe der örtliche Propst sich sogar „erleichtert“ gezeigt, dass an der Klinik wieder Abtreibungen vorgenommen werden könnten, sagt Börner, der aber eine Menge Rückhalt in Briefen und E-Mails bekommen habe, sogar einige aus England. 

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