Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden Niedersachsen ist das fahrradfreundlichste Land
Nachrichten Der Norden Niedersachsen ist das fahrradfreundlichste Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 19.05.2017
Quelle: dpa
Göttingen/Hannover

Göttingen ist die fahrradfreundlichste "kleine" Großstadt Deutschlands. Beim aktuellen Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der am Freitag veröffentlicht wurde, belegt die südniedersächsische Universitätsstadt in der Kategorie 100.000 bis 200.000 Einwohner den Spitzenplatz. Mit entscheidend dafür war nach ADFC-Angaben der 2015 eröffnete Radschnellweg. Die gut vier Kilometer lange Trasse verbindet den Bahnhof mit dem Nordcampus der Universität. Es handelt sich nach ADFC-Angaben um den einzigen Radschnellweg einer niedersächsischen Stadt.

Die Auszeichnung würdige das Bemühen der Stadt, die Voraussetzungen für den Fahrradverkehr ständig zu verbessern, sagte Göttingens Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Der Schnellweg, der noch weiter verlängert werden solle, trage zur wachsenden Nutzung des Fahrrades als Verkehrsmittel bei. Derzeit mache der Radverkehr bereits 28 Prozent des Nahverkehrs in Göttingen aus, sagte Johannson. Und die Tendenz sei steigend.

Kritik in Hannover an Ampelschaltungen

In der Kategorie von 50.000 bis 100.000 Einwohner erreichte Nordhorn bundesweit Rang zwei. Insgesamt ist Niedersachsen der Umfrage zufolge das fahrradfreundlichste Bundesland. Mit einer Durchschnittsnote von 3,7 sei dies allerdings nur der "Spitzenwert des Mittelmaßes", sagte der ADFC-Landesvorsitzende Dieter Schulz.

Für den vom Bundesverkehrsministerium geförderten und bereits zum siebten Mal durchgeführten Fahrradklima-Test wurden bundesweit 539 Städte bewertet. Dazu wurden rund 120.000 Menschen befragt. In Niedersachsen haben etwa 11.000 Personen die Situation für Radfahrer in 56 Städten und Kommunen bewertet. Dafür vergaben sie in 27 Kriterien, wie Sicherheit, Komfort oder Infrastruktur, Schulnoten von eins bis sechs.

Münster belegte bundesweit mit der Note 3,1 den Spitzenplatz in der Kategorie über 200 000 Einwohner. Bei den kleinen Großstädte erhielt Göttingen die Note 3,3 und damit den ersten Rang. Weniger gut lief es für Osnabrück (Note 4,2) und Hildesheim (4,4). "Hier muss dringend etwas für den Radverkehr getan werden", sagte der Landesvorsitzende Schulz.

In Hannover, das bei den Großstädten auf dem fünften Platz von insgesamt 39 Städten landete, gab es Kritik der Radfahrer an den Ampelschaltungen, den Führungen in Baustellen sowie an fehlenden Kontrollen von falsch parkenden Autos. Lob gab es für die Erreichbarkeit der Innenstadt, die Möglichkeit Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung zu durchfahren und für Chancen zügiger radeln zu können.

Radfahrer schätzen direkte Verbindungen

Zu einer fahrradfreundlichen Stadt gehört nach Ansicht des ADFC vor allem ein durchgängiges, großzügiges, intuitiv verständliches Radverkehrsnetz. Wichtig seien direkt geführte Verbindungen, die ein zügiges Vorankommen ermöglichen. In Wohngebieten könne der Radverkehr auf der Kfz-Fahrbahn geführt werden. An stark und schnell befahrenen Straßen müsse es dagegen einen getrennten Radweg oder eine geschützte Radspur von mindestens zwei Metern Breite geben.

Genervt sind Radfahrer der Umfrage zufolge vor allem durch Baustellen oder Falschparker auf Radwegen, durch ungeeignete Ampelschaltungen und zu schmale Radwege.

Das Bundesverkehrsministerium fördert den Radverkehr 2017 mit 130 Millionen Euro. Davon sind 25 Millionen Euro Finanzhilfen für Radschnellwege. Das Land Niedersachsen gibt derzeit pro Jahr rund zehn Millionen Euro für Bau und Erhalt von Radwegen aus.

lni/sbü

Das kann sich doch sehen lassen: Niedersachsen liegt bundesweit auf dem dritten Platz bei den Übernachtungszahlen auf Campingplätzen. Beliebtestes Ziel für Camper ist im vergangenen Jahr Bayern gewesen.

19.05.2017

Ein Kühlschrank hat in Osnabrück am späten Donnerstagabend Feuer gefangen und die Küche eines Mehrfamilienhauses in Brand gesetzt. Die Bewohner bemerkten die Flammen rechtzeitig und konnten sich und alle weiteren Bewohner unverletzt ins Freie retten.

19.05.2017

Eine 14-Jährige aus Varel soll in der Nacht zum Montag ihre Mutter ermordet haben. Bundesweit erregt der Fall Aufsehen. Das liegt auch daran, dass das Phänomen "Muttermord" sehr selten ist - und oft besonders rätselhaft. Was können die Motive für so eine Tat sein?

19.05.2017