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04:42 20.08.2018
Ruhe und eine Tasse Tee: Neben Bewegung in der Natur hilft auch passive Entspannung, sich vom Arbeitsalltag zu erholen. Quelle: Christin Klose
München

Der Kunde wartet auf eine schnelle Rückmeldung, das nächste Meeting beginnt gleich, das Telefon klingelt, und gleichzeitig klopft der Chef an der Bürotür. Es gibt so Tage, da prasselt alles auf einmal auf einen ein. Oft kreisen dann die Gedanken auch nach der Arbeit weiter.

Wie also abschalten? "Am besten können wir uns durch eine Kontrasterfahrung erholen", sagt Steffen Kirchner. Der Mentalcoach erklärt, was er genau damit meint: "Wer im Job nur im Büro sitzt, sollte in der Freizeit möglichst viel draußen in der Natur sein und sportlich aktiv werden." Arbeitnehmer, die beruflich viel unterwegs und ständig in Bewegung sind, sollten sich hingegen eher Ruhe gönnen.

Denn einen Entspannungszustand kann man auf zwei verschiedene Arten erreichen: "Zum einen, indem man Sport macht oder Tanzen geht - kurz, sich neuen Input holt und aktiv ist", sagt Kirchner. Häufig gelingt durch Aktivität das Abschalten schneller. Dennoch sollte die zweite Art nicht zu kurz kommen: die passive Entspannung. "Dabei vermindert man die Reize von außen - etwa durch Meditieren, Schlafen oder durch eine Massage", sagt der ehemalige Hochleistungssportler.

Beide Wege sind gut. "Wie so oft ist die richtige Balance wichtig - zwischen Anspannung und Entspannung sowie Input und Ruhe". Das Verhältnis zwischen passiver und aktiver Entspannung sollte zwei zu drei sein - also mehr Aktivität als Ruhe in den Alltag integrieren. "Doch wer in seiner Freizeit ständig nur noch Sport macht, auf Partys geht oder ins Kino und Museum rennt, dem fehlt oft Ruhe als Ausgleich", sagt der Persönlichkeitstrainer. Genauso wie den Alltag sollten Arbeitnehmer also auch das Abschalten vom Job "bunt und abwechslungsreich gestalten".

dpa

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