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Aktuelles Schwerbehinderte finden nur schwer einen richtigen Job
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13:26 24.10.2016
Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitnehmern müssen laut Gesetz fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzen. Diese Quote wird oft nicht eingehalten. Quelle: Stefan Puchner
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Nürnberg

Arbeitslose Schwerbehinderte finden weiterhin nur

schwer einen neuen Job. Selbst wenn sie aus der Arbeitslosenstatistik

gestrichen werden, liegt das nur selten an einem regulären

Arbeitsvertrag: Nur gut 16 Prozent kommen am normalen Arbeitsmarkt

unter.

Vier weitere Prozentpunkte machen sich selbstständig oder

nehmen eine Beschäftigung am sogenannten zweiten Arbeitsmarkt auf,

also etwa eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wie ein Sprecher der

Bundesagentur für Arbeit (BA) erläuterte. Zuvor hatten die

Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet, die sich

auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion berufen.

Demnach wechseln die meisten Schwerbehinderten, die aus der

Arbeitslosenstatistik gestrichen werden, nicht in einen Job, sondern

werden als arbeitsunfähig oder nichterwerbstätig registriert. Andere

nehmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch.

Ein Grund für die schlechten Werte: Viele Arbeitgeber erfüllen nach

wie vor nicht die gesetzlich vorgeschriebene Quote für die

Beschäftigung von Schwerbehinderten. Eigentlich müssen Unternehmen

mit mindestens 20 Arbeitnehmern fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit

Schwerbehinderten besetzen. Doch 2014 - dem letzten aktuellen

Berichtsjahr - lag die Quote nach den Daten der Bundesagentur

bundesweit nur bei 4,7 Prozent.

Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann forderte, die

Beschäftigungsquote auf sechs Prozent zu erhöhen. Zudem müsse die

Ausgleichsabgabe angehoben werden, die von Arbeitgebern bezahlt

werden muss, die die Quote nicht erfüllen.

dpa

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