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Aktuelles Kontrollen 2014: Antibiotika in Geflügel und Gift in Honig
Mehr Essen & Trinken Aktuelles Kontrollen 2014: Antibiotika in Geflügel und Gift in Honig
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15:07 23.11.2015
In mehreren Honig-Proben aus Deutschland stießen die Tester des BVL auf Rückstände des Insektizids Thiacloprid. Quelle: Oliver Berg
Berlin

Ob Honig, Geflügelfleisch oder Fisch - viele Lebensmittel, die in den deutschen Handel gelangen, enthalten bedenklich Stoffe. Kontrollen des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) belegen folgende Risiken:

Honig: Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und

Landwirtschaft isst jeder Deutsche im Schnitt ein Kilogramm Honig im

Jahr. Allerdings kann er Pflanzengifte - sogenannte

Pyrrolizidinalkaloide (PA) - enthalten. In 46,4 Prozent der Proben

fanden die Kontrolleure einen Gehalt zwischen 1 und 20 Mikrogramm pro

Kilo, in fast 10 Prozent sogar mehr. Die Behörde verweist in dem

Zusammenhang auf Zahlen des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR), nach denen Erwachsene von Honig mit 25

Mikrogramm PA pro Kilo nicht mehr als 20 Gramm täglich essen dürfen.

"Deutscher und europäischer Honig ist gering belastet", betont der

Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz, Michael

Kühne. Anders könne das bei Übersee-Honig sein. Auch das Magazin

"Ökotest" hatte den Stoff vor einem Jahr in Importhonig festgestellt.

In mehreren deutschen Honigen stießen die Tester indes auf Rückstände

des Insektizids Thiacloprid.

Geflügelfleisch: Antibiotika wirken immer häufiger nicht, weil

Bakterien dagegen resistent werden. Ein Grund ist übermäßiger Einsatz

in der Tierhaltung. Das

BVL testete 125 Proben von Hähnchen und 84

von Pute auf entsprechende Rückstände. Die gute Nachricht: Der

nachweisbare Antibiotikagehalt lag in der Regel deutlich unter den

zulässigen Höchstmengen.

Zuletzt hatten sich Geflügelproduzenten in einer "Geflügel-Charta" zu

einem verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika bekannt. Ein

BfR-Forschungsprojekt hatte zudem jüngst ergeben, dass Mastschweinen

in den vergangenen Jahren deutlich weniger Antibiotika gegeben wurde.

Fisch: Ein weiteres Problem sind Antibiotika in Fischen aus

Unterwasserfarmen außerhalb der EU. "Die meisten Fische aus

Aquakulturen stammen aus Asien", sagt BVL-Abteilungsleiter Gerd

Fricke. Dort sei der Antibiotikaeinsatz nicht so streng reglementiert

wie in der EU. Von 158 Proben aus Aquakulturen aus Drittländern

wurden demnach aber nur sechs beanstandet.

dpa

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