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Aktuelles Es ist Zwiebelkuchenzeit: Wissenswertes zum scharfen Gemüse
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09:56 22.09.2017
Die Zwiebelkuchenzeit beginnt. Der Geschmack ist toll, doch das Gemüse macht sich später im Bauch bemerkbar. Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
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Berlin

Zwiebelkuchen mit Federweißem: Für viele Menschen gehört das zum Herbst, auch wenn das Gericht eine gewisse Leidensfähigkeit fordert. Küchenzwiebeln sind hierzulande nach Tomaten und Möhren das beliebteste Gemüse. Ihnen werden heilsame Wirkungen nachgesagt - sie können aber auch quälen.

Warum reizt das Schneiden von Küchenzwiebeln zu Tränen?

Zwiebelschneiden kann einem das Wasser in die Augen treiben. Das liegt an einer chemischen Reaktion. Beim Zerteilen einer Speisezwiebel (Allium cepa) werden Zellen beschädigt und zwei normalerweise getrennt vorliegende Stoffe treten aus. In der äußeren Schicht der Zelle befindet sich die schwefelhaltige Aminosäure Isoalliin, auf die auch der typische Geruch zurückgeht, im Inneren das Enzym Alliinase. Kommen die beiden Stoffe zusammen, beginnt ein chemischer Prozess, bei dem tränenreizendes Propanthial-S-Oxid entsteht. Die Zwiebel schützt sich mit dem Reizstoff vor Krankheitserregern und Fressfeinden.

Warum bekommt man von Zwiebeln Blähungen?

Vor allem rohe Zwiebeln können sich im Bauch bemerkbar machen. Sie enthalten Stoffe, die der menschliche Körper nicht in Magen und Dünndarm durch

Enzyme vorverdauen kann. Erst im Dickdarm werden sie von Bakterien zersetzt. Es entstehen dann schwefelhaltige Gase, die Blähungen und unangenehm riechende Pupse verursachen. Mildere Zwiebelsorten sollen in dieser Hinsicht verträglicher sein als schärfere.

Gegen welche Beschwerden hilft die Zwiebel?

Zwiebeln wurden schon in der Antike auch als Heilmittel benutzt. Sie werden heute noch beispielsweise gegen Husten und Erkältung eingesetzt. Die antibakteriell wirkenden Schwefelverbindungen und Antioxidantien wie Quercetin sollen auch Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Das Gemüse hat zudem abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine.

dpa

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