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Aktuelles Erste Spargelstangen zu Ostern möglich
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05:12 17.03.2016
Der erste, frisch gestochene Spargel ist mit einer Bodenheizung gewachsen. Quelle: Holger Hollemann
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Teltow

Gourmets sind schon in froher Erwartung: In knapp vier Wochen beginnt in Brandenburg offiziell die Spargelsaison 2016. Schon zu Ostern könnten mit Wetter-Glück die ersten frischen weißen Stangen des Edelgemüses auf die Teller kommen, sagte der Teltower Spargelexperte Jürgen Schulze.

Für die kommenden Tage sei wärmeres Wetter vorhergesagt. Das könne das Wachstum entsprechend ankurbeln. Überall in den Anbaugebieten seien die Dämme mit Folie überzogen, so dass es bei guten Bedingungen bereits zum Osterfest erste Angebote geben könnte.

Pünktlich zum Start in diese Saison soll ein neues Informations-System für Spargelbauern online gehen. Auf

"Spargelprognosen.de" werden ab 1. April Infos und Vorhersagen zur Spargeldamm-Temperatur zusammengetragen und veröffentlicht, wie Gartenbau-Chef Andrea Jende mitteilte. Über Spezialsensoren am Standort Großbeeren werden die Temperaturen in unterschiedlichen Tiefen gemessen. Auch der Wassergehalt wird erfasst. In Kombination mit Wetterdaten kann auf der Webseite die künftige Entwicklung der Temperaturen im Damm abgerufen werden.

Das Projekt ist in Kooperation zwischen dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren und dem Land entstanden. Das System beruht laut Schulze darauf, dass die Spargelpflanze eine Temperatur von dauerhaft um die neun Grad benötigt, um mit dem Wachstum zu beginnen. Die Sensoren erfassen die Temperaturen im Damm und lassen Rückschlüsse auf das Wachstum zu, fügte Jende hinzu. Letztlich erhielten Spargelbauern ein Stück mehr Planungssicherheit, welche Erntemengen zu erwarten und wie viel Erntehelfer notwendig sind, ergänzte Schulze.

In Brandenburg gedeiht laut Agrarministerium Spargel auf rund 2900 Hektar, von denen rund 1300 Hektar zum traditionsreichen Beelitzer Anbaugebiet gehören. 2015 wurde mit 15 900 Tonnen die geringste Spargelmenge seit Jahren eingefahren. Schuld waren niedrige Nachttemperaturen und die trockene Witterung, die das Stangengemüse nicht so sprießen ließen wie in anderen Jahren.

dpa

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