Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Mietrechtstipp Was bei einer Eigenbedarfskündigung beachtet werden muss
Mehr Bauen & Wohnen Mietrechtstipp Was bei einer Eigenbedarfskündigung beachtet werden muss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:56 22.03.2017
Für eine Kündigung wegen Eigenbedarfs müssen einige Kriterien erfüllt sein. Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa
Anzeige
Berlin

Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist für viele Mieter ein Schock. "Sie sollten aber nicht den Kopf in den Sand stecken", rät Wibke Werner vom Berliner Mieterverein.

Denn damit so eine Kündigung überhaupt wirksam ist, muss sie einige Formalien erfüllen. Die Kündigung muss etwa in Schriftform erfolgen - das Schreiben muss handschriftlich unterschrieben und nachweisbar zugestellt worden sein.

"Außerdem muss der Eigenbedarf hinreichend begründet werden", erklärt Werner. Das heißt: Im Kündigungsschreiben muss konkret benannt werden, für wen die Räumlichkeiten benötigt werden. Grundsätzlich darf der Vermieter für sich selbst oder nahe Verwandte wie zum Beispiel Kinder, Eltern, Enkel, Großeltern, Geschwister, Nichten und Neffen, Partner, Ehegatten oder Schwiegereltern Eigenbedarf anmelden.

Der Vermieter muss sich auch an die Kündigungsfristen halten: Drei Monate sind es bei einer Mietdauer bis zu fünf Jahren. Nach fünf und acht Jahren verlängert sich diese Frist um jeweils drei Monate.

Es stellt sich auch immer die Frage: Handelt es sich wirklich um Eigenbedarf oder ist der nur vorgetäuscht? "Das lässt sich oft erst im Nachhinein feststellen", sagt Werner. Nämlich dann, wenn jemand ganz anderes als angekündigt in die Wohnung zieht. Kann ein vorgetäuschter Eigenbedarf aber rechtlich nachgewiesen werden, muss der Vermieter Schadenersatz zahlen. Der Mieter kann dann etwa Kosten für den Umzug, Maklergebühren oder eine erhöhte Miete geltend machen.

dpa

Ob Sanierung des Treppenhauses oder Anstrich der Fassade - Instandhaltungsarbeiten sind meist mit Einschränkungen für die Mieter verbunden. Daher muss der Eigentümer sie rechtzeitig informieren.

20.03.2017

Wenn der Vermieter die Mietwohnung für sich oder seine Familie braucht, ist die Sache eigentlich klar: Der Mieter muss normalerweise ausziehen. Was aber, wenn er alt und krank ist?

16.03.2017

Wer die Miete nicht zahlt, unterschätzt oft die Folgen. Kann der Vermieter die Mietschulden nicht einfach mit der Kaution verrechnen? Nein, denn diese gilt bis zur Beendiung des Mietverhältnisses als unantastbar. Zwar gibt Ausnahmen - doch diese sind teuer.

06.03.2017
Anzeige