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Aktuelles Was Waschtrockner können
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05:07 09.01.2017
Samsung hat in seinem Waschtrockner WD5500 eine Tür mit Nachfüllfunktion integriert. So können vergessene Kleidungsstücke hinzugegeben werden, wenn die Wäsche läuft (ca. 1.049 Euro). Foto: Samsung
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Berlin

Waschen und Trocknen in einem Gerät - das klingt gut. Schluss mit dem leidigen Umladen der nassen Wäsche in den Trockner oder auf die Leine. Einfach die schmutzige Wäsche in einen Waschtrockner geben, Programm einstellen und am Ende saubere Wäsche schrankfertig herausnehmen.

Aber leider klappt das nicht immer: Ist zu viel nasse Wäsche in der Maschine, muss in mehreren Etappen getrocknet werden. Da die Wäsche beim Waschen weniger Volumen besitzt als beim Trocknen, passt mehr davon in die Trommel als beim Trockenvorgang, erklärt Werner Scholz, Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Frankfurt am Main. "Die Trommeln haben ein Fassungsvermögen von sieben bis acht Kilogramm." Die meisten Trockner schaffen aber nur Mengen bis etwa fünf Kilogramm. "Wer mehr Wäsche gewaschen hat, muss einen Teil der nassen Wäsche herausnehmen und in einem zweiten Durchgang trocknen."

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Der Wärmepumpentrockner iQ800 WT7YH701 von Siemens ist nicht nur schnell und leise, sondern auch vernetzt. Das Gerät kann über das Smartphone gesteuert werden (ca. 1.319 Euro). Foto: Siemens

Die Stiftung Warentest hat Waschtrockner vor einiger Zeit getestet und kann sie durchaus empfehlen. "Ich war überrascht, wie gut manche Modelle waschen und trocknen", sagt Projektleiter Jörg Siebolds. Zwar seien einzelne Waschmaschinen und Wäschetrockner in der Regel noch besser, weil ihre Technik optimiert und ausgereift ist. "Aber die Waschtrockner bringen die Vorteile der beiden Systeme gut zusammen." Er sagt daher: "Sie sind ein sinnvoller Kompromiss für Leute, die wenig Platz haben und trotzdem auf einen Trockner nicht verzichten können oder wollen."

Wer allerdings viel Wäsche auf einmal waschen und trocknen muss, ist mit einzelnen Geräten besser bedient, denn damit kann man parallel waschen und trocknen. Und: Waschtrockner haben wie alle Kombigeräte den entscheidenden Nachteil, dass beide Funktionen nicht mehr zur Verfügung stehen, sofern ein Modul ausfällt.

Waschtrockner sind pflegeleicht, es muss kein Kondenswasser entsorgt und kein Filter gereinigt werden. Flusen spülen die Geräte selbstständig aus. "Allerdings ist ein Waschtrockner nichts für die schnelle Wäsche", betont Claudia Oberascher, Projektleiterin der Initiative Hausgeräte+ in Berlin. "Es dauert lange, bis das gesamte Wasch- und Trocknerprogramm absolviert ist. Erst nach mehreren Stunden kann man die Wäsche fertig gewaschen und getrocknet in den Schrank legen."

Käufer sollten auf die Energieeffizienz achten. "Die Effizienzklassen für Waschtrockner bieten dazu allerdings keine große Hilfe, denn sie sind relativ alt und undifferenziert", findet Geräteexperte Scholz. "Sie unterscheiden lediglich zwischen den Klassen A und B. Deshalb ist es wichtig, in die Tiefe zu gehen und die detaillierten Angaben auf dem Energielabel zu studieren." Diese Angaben enthalten absolute Werte zum Energie- und Wasserverbrauch, Füllmengen, Waschwirkung und Geräuschpegel. "Hier gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Gerätetypen, die zu Buche schlagen", betont Scholz.

Auch die Schleuderdrehzahl spielt eine Rolle. "Je höher sie ist, desto trockener ist die Wäsche nach dem Waschen", erklärt Oberascher. Und das spart Geld. "Der Trockner muss ihr dann nicht mehr so viel Feuchtigkeit entziehen und ist schneller fertig." Moderne Waschtrockner haben auch ein feuchtegesteuertes Programm. Da heißt, sie trocknen nicht in einer vorgegebenen Zeit, wie es früher üblich war. Heute messen Sensoren den Feuchtegrad und schalten das Gerät automatisch ab, wenn die Wäsche trocken ist.

dpa

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