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11:36 14.11.2018
Mit einer Lebendfalle kann man Mäuse im Haus lebendig fangen und dann in der Natur aussetzen. Quelle: Inga Kjer
Berlin

Hausmäuse ziehen im Herbst gerne in Gebäude, um dem Frost zu entfliehen. Dort hinterlassen sie Kot und Bissspuren - nicht nur an Lebensmitteln. Die Aktion Tier rät, die Nager nicht mit Giftstoffen und Fressfallen zu bekämpfen.

Die Tiere würden dabei einen grausamen Tod sterben. Und im Fall von Giftstoffen verkriechen sich die Mäuse zum Sterben in Nischen - von den Kadavern geht folglich ein Verwesungsgeruch aus. Die Aktion Tier empfiehlt stattdessen Lebendfallen, die es schon für wenige Euro in Baumärkten gibt. Für größere Tiere sollte man Modelle für Ratten wählen.

Die Fallen werden zum Beispiel mit Nusskernen, Schokolade oder Haferflocken, die in Erdnussbutter getaucht sind, bestückt. Sie kommen direkt an Wände, da Mäuse eher hier entlanglaufen statt einen Raum zu durchqueren.

Man sollte die Lebendfallen täglich kontrollieren, damit die Mäuse darin nicht verhungern. Fallen mit gefangenen Tieren werden mit einem Tuch abgedeckt - das senkt das Stresslevel für die Mäuse. Dann werden die Nager ins Freie gebracht - und zwar möglichst mehrere hundert Meter vom Haus entfernt, damit die Tiere nicht direkt wieder zurückkehren. In der Natur können Hausmäuse übrigens auch den Winter überstehen: Sie bauen sich ein Nest und lagern Vorräte aus Grassamen, Getreide und Früchten.

Vorsorglich sollte man sein Haus absichern. Allerdings lässt sich laut den Experten das Eindringen nur schwer verhindern. Mäuse können sich durch Spalten zwängen und sogar an der Hauswand bis in den fünften Stock klettern. Es helfe aber, alle Fenster und Türen abzudichten und Kellerfenster im Herbst zu schließen.

dpa

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