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Aktuelles Heizkosten sinken: Milder Winter entlastet Verbraucher
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18:19 28.10.2014
Der Winter war mild - nun können Mieter Erstattungen bei den Heizkosten erwarten. Quelle: Patrick Pleul
Berlin

Wegen des milden Winters wird Heizen in diesem Jahr billiger. Das gelte für fast alle privaten Haushalte, egal ob sie mit Gas, Fernwärme oder Öl heizen, teilte der Deutsche Mieterbund (DMB) am Montag (13. Oktober) in Berlin mit. Das habe der

aktuelle Heizspiegel der gemeinnützigen co2online GmbH ergeben, der vom Mieterbund unterstützt wird. Von Januar bis Juli seien die Preise für Heizöl um 5,4 Prozent gesunken, die Fernwärme wurde um ein Prozent preisgünstiger und der Gaspreis lag stabil auf Vorjahresniveau.

Ausschlaggebend für die sinkenden Energiekosten sei der rückläufige Verbrauch der privaten Haushalte in den milden Wintermonaten zu Beginn des Jahres. "Die Temperaturen spielen eine ganz entscheidende Rolle", sagte DMB-Sprecher Ulrich Ropertz. Weil die Preise für Heizöl stärker gefallen seien als für andere Energieträger, können die Verbraucher hier mit besonders hohen Rückzahlungen rechnen.

Doch deshalb ist Heizöl keineswegs die günstigste Energie, um Heizung und Warmwasser zu betreiben: Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung waren im vergangenen Jahr 1085 Euro Heizkosten fällig, wenn sie mit Öl beheizt wurde, dagegen nur 910 Euro bei einer Gasheizung. Dabei wichen die Angebote der verschiedenen Anbieter aber stark voneinander ab. Fernwärme ist ebenfalls mit 1055 Euro jährlich eher etwas teurer, wobei die Tarife regional recht unterschiedlich sind.

Der Mieterbund setzt sich dafür ein, durch sparsamen Umgang mit Energie die Heizkosten dauerhaft zu senken. "Für Mieter ist die energetische Sanierung der einzige Weg, um sich unabhängiger von langfristig steigenden Energiepreisen zu machen", sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkötten. "Die Kosten müssen allerdings gerecht zwischen Mieter, Vermieter und Staat aufgeteilt werden." Die öffentliche Förderung energetischer Sanierungen müsse deshalb unbedingt verstetigt und weiter ausgebaut werden.

dpa

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