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Aktuelles Es trifft jeden Haushalt: Silberfisch kein Hygieneproblem
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13:27 06.01.2016
Susanne Smolka ist Expertin des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN) in Hamburg. Quelle: Susanne Smolka/studioline
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Hamburg

Insekten sind in der Regel harmlos. Aber im Haus wollen die meisten dann doch keine Kleidermotten, Asseln oder Silberfischchen sehen. Dabei lässt sich das kaum vermeiden - jeder bekommt mal Besuch.

Und die Tiere sind erst mal kein Hygieneproblem, betont Susanne Smolka vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) in Hamburg im Interview mit dem dpa-Themendienst. "Die Schädlinge werden meist eingeschleppt - sogar im piekfeinen Haushalt."

Frau

Smolka

, warum entdeckt man gerade im Winter häufig die Tierchen im Haus? Die Fenster und Terrassentüren sind doch eher zu als im Sommer.

Weil sie es im Haus warm haben und hier Nahrung finden. Silberfischchen etwa wollen ein warm-wohliges Zuhause mit guter Luftfeuchtigkeit, das Badezimmer ist also optimal. Auch der Keller ist gut. Man sollte hier darauf achten, immer gut zu lüften. Das senkt die Luftfeuchtigkeit. Es ist übrigens völlig harmlos, wenn man pro Woche ein bis zwei der Tierchen sieht. Tauchen sie häufiger auf, obwohl man gut lüftet, kann das aber ein Hinweis darauf sein, dass es ein Bauproblem gibt. Dann kann Schimmel die nächste Folge sein.

Silberfischen gelangen ja vor allem durch Abflüsse ins Haus. Wie sieht es mit anderen Schädlingen aus, etwa der Lebensmittelmotte?

Sie sind oft schon in den Verpackungen von Lebensmitteln drin, etwa im Mehl, Müsli oder in den Eierkartons. Wir kaufen sie ein und bringen die Tiere mit ins Haus. Daher sollte man Lebensmittel auch immer gleich in gut verschließbare Gefäße abpacken. Außerdem sind Reisen ein wichtiger Aspekt, Insekten kommen im Koffer mit zu uns. Man sollte, etwa wenn man aus der asiatischen Zone kommt, seinen Koffer auf dem Balkon auspacken und alles gut ausschütteln.

Und Bücherläuse - wie kommen diese in mein Regal?

Auch sie werden irgendwann eingeschleppt. Wer auf dem Flohmarkt Bücher kauft oder sich welche ausleiht, sollte nach Kotspuren und Häutungen schauen. Und dann das Buch erst mal auf einem weißen Blatt Papier ausklopfen. Wer ganz sicher gehen will, sollte das Buch in einen Plastikbeutel und damit bei minus 18 Grad in die Tiefkühltruhe geben.

dpa

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