Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Aktuelles Erst klopfen, dann bohren: Tragfähigkeit von Wänden prüfen
Mehr Bauen & Wohnen Aktuelles Erst klopfen, dann bohren: Tragfähigkeit von Wänden prüfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:06 27.02.2017
Durch eine Bohrprobe erkennen Handwerker den Wandtyp. Quelle: Emily Wabitsch
Anzeige
Berlin

Bevor Heimwerker Wandschränke oder Bücherregale anbringen, sollten sie die Wand auf ihre Tragfähigkeit prüfen. Das gilt nicht nur für Neubauten, in denen Zwischenwände oft aus Gipskartonplatten bestehen.

"Auch vor 100 Jahren gab es bereits Leichtbauwände", erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor bei der Stiftung Warentest in Berlin. "So findet man in vermeintlich soliden, noch aus Ziegelsteinen gemauerten Häusern der Gründerzeit sogenannte Rabitzwände."

Sie sind benannt nach ihrem Erfinder Carl Rabitz, "die aus nichts anderem bestehen als aus einem Drahtgeflecht und Putzmörtel", erläutert der Heimwerker-Experte. "Auch dünne Wände aus Hochofenschlacke und Zement kommen in Altbauten recht häufig vor. Der Grund für die leichte Bauweise, damals wie heute, ist die Kostenersparnis."

Wie findet der Heimwerker heraus, wie belastbar seine Wände sind? "Ein Klopftest bringt erste Erkenntnisse: Klingt die Wand hohl und schwingt gar ein wenig, so ist sie wahrscheinlich eine Leichtbauwand", sagt Birkholz. "Eine Bohrprobe gibt näheren Aufschluss: Bei nur geringem Widerstand und weißem Bohrmehl handelt es sich wahrscheinlich um eine Rabitzwand." Ist das Bohrmehl dagegen schwarz, sollte es sich um eine Leichtbauwand aus Schlacke handeln.

Wie geht man nun vor? Zunächst muss der Heimwerker sehr umsichtig bohren. "Leichtbauwände sind dünn, und bis zum Nebenraum oder dem Nachbarn sind es nur circa zehn Zentimeter." Birkholz betont: "Deshalb auf keinen Fall zu tief bohren, nur circa sechs Zentimeter - und zur Kontrolle den Tiefenanschlag der Bohrmaschine benutzen."

Dann folgt der Dübel. "Herkömmliche Spreizdübel halten in den Leichtbauwänden erfahrungsgemäß schlecht", sagt führt Birkholz aus. Er rät zu speziellen Befestigungssystemen, die auch für kritische Baustoffe geeignet sind, etwa ein Injektionsverfahren, bei dem ein synthetischer Zement aus zwei Komponenten zum Einsatz kommt.

dpa

Ein Baugerüst am Haus ist nie besonders angenehm. Lärm, Dreck und Bauarbeiter vorm Fenster bleiben nicht aus. Noch unangenehmer wird es, wenn Einbrecher das Gerüst als Hilfestellung nutzen. Um den Schaden zu minimieren, sollte die Versicherung informiert werden.

27.02.2017

Wenn der Winter sich dem Ende zuneigt, planen viele schon den Frühjahrsputz. Besonders Eifrige schrubben dann auch Holzmöbel mit viel Wasser und Reinigungsmitteln gründlich ab. Das kann allerdings dem Material schaden.

24.02.2017

Wer nach einem Sturm unter Schäden an seinem Haus leidet, weil etwa Kälte durch kaputte Dächer oder Fenster eindringt, möchte sich schnellstmöglich an die Reparaturen machen. Vorab aber ist ein Gespräch mit der Versicherung wichtig.

23.02.2017
Anzeige