Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Rechtstipp Kein Kaskoschutz, wenn SUV dem Fuchs ausweicht
Mehr Auto & Verkehr Rechtstipp Kein Kaskoschutz, wenn SUV dem Fuchs ausweicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:13 23.11.2018
Ein Ausweichmanöver ist laut Gericht nur versichert, wenn der Fahrer abschätzen kann, dass die Kosten dafür niedriger sind als die nach einer Kollision mit dem Fuchs. Quelle: Attila Kovacs/MTI
Saarbrücken

Wer mit dem Auto einem Tier ausweicht und dadurch einen Unfall baut, kann seine Kaskoversicherung für den Schaden am eigenen Auto in Anspruch nehmen.

Das gilt aber in der Regel nur dann, wenn der Autofahrer annehmen durfte, dass der Schaden durch das Ausweichen kleiner ausfällt als durch eine direkte Kollision mit dem Tier. Läuft ein Fuchs vor ein SUV, ist ein Ausweichen daher unangemessen.

Das zeigt ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken, auf das der ADAC hinweist: In dem Fall fuhr ein Mann auf einer Landstraße, verlor die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen einen Baum. Eine Blutprobe ergab 1,57 Promille. Doch dieser Umstand sei nicht ursächlich für den Unfall gewesen, argumentierte der Fahrer. Vielmehr habe er einem Fuchs ausweichen müssen, der auf die Straße gelaufen war. Er forderte daher Entschädigung von der Kaskoversicherung.

Das lehnte das Gericht ab - aus zwei Gründen. Schon aufgrund der absoluten Fahruntüchtigkeit hätte die Versicherung nicht zahlen müssen. Aber auch wegen des Ausweichmanövers. So etwas sei zwar durchaus versichert. Aber nur, wenn der Fahrer klar abschätzen kann, dass die daraus entstehenden Kosten niedriger ausfallen als die nach einer direkten Kollision mit dem Tier.

Das sei aber hier nicht gegeben gewesen. Denn ein möglicher Aufprall mit einem kleinen Tier wie einem Fuchs rechtfertige nicht das Ausweichen - insbesondere mit einem großen SUV. Da sowohl die Trunkenheitsfahrt als auch das Ausweichmanöver die Versicherung von der Zahlung entbinden, verzichtete das Gericht darauf, die tatsächliche Unfallursache festzustellen (Az.: 14 O 162/17).

dpa

Ein Bagatellschaden geschieht meist durch eine Unachtsamkeit. Auch wenn ein Schaden noch so klein ist, muss der Verursacherden Geschädigten persönlich kontaktieren oder die Polizei rufen.

20.11.2018

Wer mit zu hoher Geschwindigkeit im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen. Ein Formfehler bei der Protokollierung durch die Polizei kann dies aber verhindern. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Dortmund.

16.11.2018

Jeder ist froh, wenn er weiß, wie er einen Stau gerade so noch rechtzeitig umfahren kann. Beim Überholen einer Fahrzeugkolonne ist aber größte Vorsicht geboten. Sonst kann es im Schadensfall zu einer Mitschuld kommen.

09.11.2018