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Wenn Azubis die Lehre abbrechen

Arbeit Wenn Azubis die Lehre abbrechen

Die ersten Wochen der Ausbildung sind vorbei, und mancher merkt dann: Das ist es nicht. Bevor Jugendliche nun vorschnell Türen hinter sich zuschlagen, sollten sie erst in Ruhe Alternativen entwickeln. Das braucht Zeit und Sorgfalt - fast so viel wie für die Bewerbung.

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Wer eine Lehre hinschmeißt, sollte einen neuen Ausbildungsplatz in Aussicht haben.

Quelle: Patrick Seeger

Hamburg. Manchmal geht es nicht mehr, und Jugendliche wollen ihre Ausbildung abbrechen. Damit das nicht zu leichtfertig passiert, beachten sie am besten folgende Punkte. Fin Mohaupt, Leiter der Ausbildungsberatung der Handelskammer Hamburg, gibt Tipps:

Vor Kündigung mit dem Betrieb das Gespräch suchen: Mancher Ausbildungsabbruch lässt sich vermeiden, wenn der Auszubildende und der Ausbilder über den bevorstehenden Abbruch miteinander ins Gespräch kommen. Oft sind Konflikte die Ursache für den Wunsch nach einem Ausbildungsabbruch. Hier sollte erst geschaut werden, ob sich diese lösen lassen. "Viele Jugendliche schmeißen zu leichtfertig hin, das ist kein Spiel", sagt Mohaupt.

Vor Kündigung neuen Betrieb suchen: Bevor man sich endgültig von seinem Ausbildungsbetrieb trennt, sollten Jugendliche auf jeden Fall einen neuen in Aussicht haben. Es sei immer schlecht zu kündigen, ohne zu wissen, wie es danach weitergeht.

Schriftlich kündigen: Die Kündigung selbst müssen Jugendliche dann immer schriftlich machen. Eine SMS reiche nicht aus, sagt Mohaupt. Gründe für die Kündigung müssen Jugendliche nicht angeben. Wichtig sei, dafür zu sorgen, dass man keine Tür hinter sich schließt, sondern möglichst im Frieden auseinandergeht.

Mit Berufsschule sprechen: Jugendliche klären schließlich am besten, wie es mit ihrer Berufsschule weitergeht. Ein Beispiel: Wer seine Ausbildung abbricht und noch keinen neuen Betrieb hat, muss eigentlich nicht mehr zur Berufsschule gehen. Häufig ist es jedoch möglich, in der Berufsschule zu bleiben, bis man einen neuen Betrieb gefunden hat. So verpassen Auszubildende keinen Schulstoff.

dpa

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