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Abschieds-E-Mail beim Jobwechsel nur an enge Kollegen verschicken

Arbeit Abschieds-E-Mail beim Jobwechsel nur an enge Kollegen verschicken

Wer den Job wechselt, ist manchmal einfach nur froh, die alte Stelle zu verlassen. Fatal ist aber, das in der Abschieds-E-Mail an die bisherigen Kollegen heraushängen zu lassen.

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Es ist wichtig, in der Abschieds-Mail vor einen Jobwechsel freundlich zu bleiben. Foto: Jan-Philipp Strobel

Frankfurt. Eine Karriereberaterin verrät, wie Arbeitnehmer es richtig machen.

Verlässt ein Arbeitnehmer ein Unternehmen, schickt er seine Abschieds-E-Mail besser nicht an die gesamte Belegschaft. Es reiche, wenn er das Schreiben an die Kollegen versendet, mit denen er eng zusammengearbeitet hat, sagt Jutta Boenig von der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung. "Wichtig dabei: Die Mail sollte keinesfalls Scherze wie "Schmort weiter in der Hölle!" oder "Endlich frei - fehlt nur noch der Lottogewinn" enthalten." Der ideale Text ist freundlich und hinterlässt bei allen den Eindruck, dass man sich im Guten trennt.

Boenig empfiehlt, in der Mail allen für die Zusammenarbeit zu danken. "Das gilt bei allen Wechseln: Man sollte das Alte gut verlassen und nicht eine "Nach mir die Sintflut"-Haltung zeigen", warnt Boenig. Denn das könnte sonst dem Start im neuen Job schaden und auch den Weg zurück ins alte Unternehmen verbauen.

Denn angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels sei es nicht ausgeschlossen, dass man irgendwann wieder beim alten Arbeitgeber anheuern möchte. Aus Erfahrung wisse sie, dass der Großteil des Arbeitserfolges auf persönlichen Beziehungen beruhe, erklärt Boenig. Wer diese nicht pflegt und wertschätzt, schade seinem beruflichen Erfolg.

Der Chef sollte eine separate Abschiedsmail erhalten, empfiehlt die in Überlingen am Bodensee ansässige Beraterin. "Es ist sicherlich ganz gut, mit dem Chef abzustimmen, dass man eine Abschiedsmail an die Kollegen verschicken will."

Aber nicht nur die eigenen Kollegen sollten vom Abschied erfahren, auch externe Ansprechpartner müssen informiert werden. Boenig rät, schon einige Tage vor dem letzten Arbeitstag eine automatische Antwort für von außen eingehende Mails einzurichten. "Darin ist der Hinweis sinnvoll, wie lang ich noch erreichbar bin und welcher Kollege künftig zuständig ist."

Dieser Textteil könnte zum Beispiel lauten: "Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Frau XY meine Aufgaben übernimmt, weil ich eine neue berufliche Aufgabe angehe." Das zeige zum einen Wertschätzung für die Nachfolge. Zum anderen signalisiere es Außenstehenden, dass das Unternehmen mit dem scheidenden Mitarbeiter auch gut umgegangen ist. Das sei auch wichtig für den weiteren Erfolge der Firma.

dpa

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