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Trotz Gaza-Krieg deutsches Gästeplus in Israel

Tourismus Trotz Gaza-Krieg deutsches Gästeplus in Israel

Israel war im vergangenen Jahr untrennbar mit dem Gaza-Konflikt verbunden. Auch der Tourismus aus Deutschland hat 2014 darunter gelitten. Doch die Nachfrage zieht wieder an, erklärt Tourismusdirektor Uri Sharon.

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Altstadt in Jerusalem: Trotz des Gaza-Krieges sind im vergangenen Jahr mehr Deutsche nach Israel gereist als 2013.

Quelle: Abir Sultan

Berlin. Trotz des Gaza-Krieges im Sommer sind 2014 mehr Deutsche nach

Israel gereist als im Vorjahr. "Das vergangene Jahr wurde mit einem Plus von zwei Prozent bei den deutschen Urlaubern abgeschlossen", sagte Uri Sharon, Direktor des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros für Tourismus. Insgesamt kamen 162 000 Touristen aus Deutschland.

 

Das Plus ist vor allem auf eine starke erste Jahreshälfte zurückzuführen: "Bis Juni 2014 lagen wir 40 Prozent im Plus im Vergleich zum Vorjahr", berichtete Sharon. Wegen des Gaza-Kriegs brachen die Touristenzahlen dagegen von Juli bis September ein. "Seit Oktober sehen wir wieder eine Verbesserung."

Auf die Frage, ob der Krieg in Gaza sich negativ auf das Image Israels ausgewirkt habe, antwortete Sharon: "Ein Konflikt ist nie positiv geprägt." 45 Prozent der deutschen Urlauber wollten nach einem Urlaub in Israel aber in das Land zurückkehren. Das zeige die Stärke der Destination. "Die deutschen Touristen sind Profis, sie machen alle Checks", sagte Sharon. Niemand kehre in ein Land zurück, in dem er sich nicht sicher gefühlt habe.

Vor allem in Jerusalem kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Palästinensern. Davon bekämen deutsche Touristen nach den Erfahrungen Sharons aber fast nichts mit. Die Urlauber kämen mit den medialen Eindrücken aus dem Fernsehen. "Aber nach 24 Stunden in Israel haben sie die vergessen", ist sich der Touristiker sicher.

Insgesamt profitiere Israel unter anderem von der wachsenden Anzahl an Billigflügen. Low-Cost-Carrier träten zunehmend in Konkurrenz zu den etablierten Airlines. Dadurch seien die Preise für Flüge gefallen. Davon profitieren vor allem die Städte Jerusalem und Tel-Aviv. "Man kann heute für drei Nächte nach Israel fliegen", sagte Sharon.

In diesem Jahr möchte Israel mit Aktivurlaub und Events bei deutschen Gästen punkten. Der Israel Nation Trail zum Beispiel verläuft über rund 1000 Kilometer von der libanesischen Grenze bis zum Roten Meer. Deutschland ist nach den USA, Russland und Frankreich der viertgrößte Quellmarkt für den Tourismus in Israel.

dpa

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