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Jugendherbergen weiten Angebote aus

Tourismus Jugendherbergen weiten Angebote aus

Sie bieten jungen Menschen ein Bett und ein wenig Stärkung. Jugendherbergen sind noch immer gefragt. In diesem Jahr soll das 500. Reformationsjubiläum mehr Gäste in die Unterkünfte locken.

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An diesem Markenzeichen erkennen Urlauber die Deutschen Jugendherbergen.

Quelle: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Magdeburg. Das Jugendherbergswerk von Sachsen-Anhalt nimmt in diesem Jahr neue Angebote ins Programm. "Im Lutherjahr werden thematisch passende Specials für Familien angeboten", erklärte der Geschäftsführer des Landesverbands, Marc Nawrodt, in Magdeburg.

Kurzurlaube könnten neuerdings mit Reformationsbezug in Wittenberg, Dessau-Roßlau oder Kelbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) gebucht werden. Auf dem Programm stehen unter anderem Ausflüge zu den Lutherorten. Zudem wollen in diesem Jahr mehrere

Jugendherbergen wieder Ferienlager anbieten. Naumburg und Kretzschau (beide Burgenlandkreis) sind im Gespräch.

Im vergangenen Jahr zählte der Verband rund 303 000 Übernachtungen. Das waren 15 000 mehr als 2015, erklärte Nawrodt. Ein Großteil der Gäste waren Kindergartenkinder und Schulklassen. Aber auch Familien übernachteten in den Häusern. Jugendherbergen gibt es sowohl in den größeren Städten wie Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau als auch in kleinen Ortschaften wie Gorenzen im Mansfelder Land oder Schierke am Brocken. Nach Verbandsangaben gibt es insgesamt 17 Unterkünfte.

Gefragt sind nach Angaben des Landesverbands besonders Spezialangebote für Schulklassen. "Grundschulen buchen eher naturnahe Programme in ruhig gelegenen Jugendherbergen mit viel Außengelände, gern auch Mittelalterangebot", sagte Nawrodt. Neue Klassengemeinschaften seien interessiert an Teamfindungsprogrammen. "Je älter die Schüler, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendherbergen in größeren Städten gebucht werden."

Seit Ende November 2015 wurden in fünf der Unterkünfte des Landesverbands vorübergehend Flüchtlinge untergebracht. Im Herbst suchte das Land nach Winterquartieren, weil die Zahl der Geflüchteten sprunghaft angestiegen war. Die Jugendherbergen im Süden des Landes waren geeignet, da sich in den kalten Monaten kaum Touristen dort einbuchten. Im Frühjahr 2016 zogen die Flüchtlinge wieder aus. Danach wurden die Unterkünfte auf Vordermann gebracht und gingen in den normalen Saisonbetrieb über.

dpa

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