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Camping-Boom ist ungebrochen: Plätze rüsten weiter auf

Tourismus Camping-Boom ist ungebrochen: Plätze rüsten weiter auf

Campen ist längst salonfähig. Auch in diesem Jahr hofft die Branche auf weiteres Wachstum. Immer mehr Plätze punkten mit komfortablen Unterkünften und moderner Infrastruktur.

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Glamping (Luxuscamping) ist ein neuer Trend in der Branche. Die Bezeichnung Glamping entstand aus den englischen Wörtern «Glamourous» und «Camping».

Quelle: Bernd Wüstneck

München. Urlaub auf dem Campingplatz ist gefragt wie nie: Nach einem Rekordjahr hofft die Branche in Deutschland auch in diesem Jahr auf weitere Zuwächse und investiert kräftig in die Ausstattung der Plätze.

Die Anbieter profitieren nicht nur vom Trend zu unkomplizierten Ferien mit frischer Luft und Bewegungsfreiheit für die ganze Familie, teilte das Informationsportal camping.info mit. Auch wegen Sicherheitsbedenken bei Reisezielen im Ausland entscheiden sich viele Menschen derzeit für Urlaub in Deutschland.

Besonders beliebt bei Campern ist dabei Bayern: Allein 5 der insgesamt 29 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen verbrachten Gäste im vergangenen Jahr in Bayern, heißt es bei camping.info unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Mecklenburg-Vorpommern mit 4,6 und Niedersachsen mit 4 Millionen Übernachtungen.

Der Trend zu mehr Komfort hält dabei an: Mietunterkünfte wie Mobilheime und feste Wohnzelte mit eigenem Bad und separatem Schlafbereich stehen hoch im Kurs. Solche "Glamping"-Unterkünfte - eine Wortschöpfung aus Glamour und Camping - macht die Plätze tendenziell auch etwas wetterfester. Trotz des relativ kühlen Frühjahrs sei die Saison recht gut angelaufen, sagt camping.info-Geschäftsführer Erwin Oberascher. Sonnenschein bleibe aber auch weiterhin ein wichtiger Faktor für eine gute Saison, wie auch der heiße Sommer im vergangenen Jahr gezeigt habe.

Auch künftig dürften die Bedürfnisse und Anforderungen der Urlauber weiter steigen, erwartet die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Franziska Köglmeier. Deshalb werden die Platzbetreiber weiter kräftig investieren - in die Modernisierung der Infrastruktur, in außergewöhnliche Übernachtungsangebote wie Schlaffässer, Jurten oder Baumhäuser, in Kinderbetreuung, Wellness und andere Angebote.

Auch die Caravan-Branche profitiert von der Entwicklung, wie die anziehenden Zulassungszahlen zeigen. Vor allem Kastenwagen und kleinere Reisemobile finden viele Abnehmer, weil sie für geplante Urlaube und spontane Wochenendtrips ebenso nutzbar sind, wie für Alltagsfahrten.

dpa

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