Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Weniger ist mehr: Tiermuster sind nun richtig in Mode

Mode Weniger ist mehr: Tiermuster sind nun richtig in Mode

Immer wieder kam die Modebranche in den vergangenen Jahren mit Tiermustern - und nie wurde das von denjenigen richtig aufgenommen, die gezielt auf Trends setzen.

Voriger Artikel
Geflochtene Stirnbänder selber machen
Nächster Artikel
Roter Lippenstift: Welcher Farbton steht mir?

Das Muster von Schlangenhaut nutzen die Designer von Rich & Royal für eine Bluse (ca. 120 Euro).

Quelle: Rich & Royal

Hamburg. Das ändert sich nun: Auch High-Fashion-Labels zeigen Models in Leo, Tiger und Schlange.

Lange dachten sich viele: abwarten, und das geht schon wieder vorbei. Aber so war es nicht - ganz im Gegenteil. Die Rede ist von Tiermustern für Kleidung. Überall findet man sie derzeit in den Kollektionen, sogar in jenen, die Modebewusste schätzen. Zebrastreifen schmücken Kleider, die Punkte des Leoparden einen Mantel, das filigrane Muster einer Schlange ein Ensemble aus Jacke und Rock. Und so weiter.

../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-150106-99-02195_large_4_3.jpg

Tiermuster können schick aussehen: Daniel Hechter präsentiert ein Kleid mit Zebramuster (179 Euro).

Zur Bildergalerie

Teils sind die Muster eingefärbt oder in Schwarz-Weiß gehalten. Auch Tierbilder selbst zieren die Kleidung. Man sieht in den Kollektionen den Kopf eines Waschbärs auf einem Oberteil oder die Fratze eines Bärs. Und das Ganze wird sogar noch getoppt: Pullover in Tigermuster haben zum Beispiel einen Tigerkopf auf der Vorderseite. Tiere sind aktuell die Inspiration der Modebranche - eigentlich ein Klassiker, jetzt aber angesagter denn je.

Ursprünglich war das Raubtiermuster vor allem Frauen vorbehalten, die einen schrillen Stil pflegten - aber das ist längst vorbei. Um genau zu sein: Bei dem aktuellen Leo-Look des Winters ist edel Trumpf. "Vor allem bei den Materialien sollte man auf besonders hochwertige Stoffe achten", rät daher die Designerin Ritchie Karkowski aus Hamburg.

Wer zu Gepard, Löwe und Tiger greift, sollte beachten: "Diese Muster wirken am besten auf Baumwolle oder Seide." Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Synthetikfasern bei Animal Prints tabu sein sollten. Sie lassen diesen Modetrend sehr schnell recht billig wirken. "Das gilt aber auch, wenn man ein Outfit im Animal Print mit viel Schmuck kombiniert", sagt die Stilexpertin Inka Müller-Winkelmann aus Schildow (Brandenburg). "Das kann sehr schnell prollig wirken."

Die Modeexpertin empfiehlt daher grundsätzlich, diesen Look schlicht und dezent zu tragen. "Zu Leo-Ballerinas eine enge schwarze Hose und einen schlichten Pulli oder der Leo-Rock zu einem schlichten Rolli in Schwarz oder Braun - mit solchen Kombinationen sieht man immer modisch und nicht overdressed aus", erklärt Müller-Winkelmann.

So kombiniert ist der Animal Print sogar durchaus tauglich für den Arbeitsalltag im Büro. Möglich ist natürlich auch, einfach nur einen Gürtel oder Handschuhe mit Leopardenmuster einzusetzen. Das passt gut zu einem schlichten Stoffmantel. Ein Halstuch in dem Stil wirkt gut zu einer Bluse, einem Shirt oder einem Pullover in Weiß. "Niemals sollte man den Leo jedoch mit anderen Mustern kombinieren", betont Müller-Winkelmann. "Das wirkt unruhig, stillos und bewusst provozierend." So sieht das auch die Personal Shopperin Andrea Lakeberg aus Berlin: "Immer auf der richtigen Seite ist man, wenn man Accessoires wie Handtaschen, Stiefeletten oder Slip-ons mit diesem Muster wählt."

Die Modeexpertin hat als Extra-Tipp: "In diesem Winter findet man diese Drucke oft auf Ponyfell, was gefärbt und bedruckt wird." Sie empfiehlt, als schöne Kombination auch das Muster von Raubtieren zu Leder in Schwarz oder Dunkelbraun zu tragen.

Eine Sonderform des Raubtier-Looks ist das Schlangenmuster. "Schlangenmuster werden in dieser Saison sowohl bei Accessoires wie einem Schal als auch bei schmalen Mänteln gesehen", berichtet die Styling-Expertin Stephanie Zarnic aus München. "Aber auch hier gilt das Gleiche wie bei Leo und Co.: Weniger ist mehr!"

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles