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"Savage Beauty": Riesige McQueen-Retrospektive in London

Mode "Savage Beauty": Riesige McQueen-Retrospektive in London

London ist im Mode-Fieber. Fünf Jahre nach dem Tod des britischen Designers Alexander McQueen bringt das Victoria & Albert Museum (V&A) die Retrospektive "Savage Beauty" in die Heimatstadt des Mode-Genies.

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«Savage Beauty» ist bis zum 2. August geöffnet.

Quelle: Andy Rain

London. Schon jetzt hat das renommierte Haus in South Kensington 70 000 Tickets verkauft, obwohl die Türen sich erst am Samstag zum ersten Mal öffnen werden.

Nie zuvor hatten Besucher im V&A so viele Tickets vorbestellt. Die Laufzeit der Ausstellung wurde aufgrund der großen Nachfrage aus mehr als 50 Ländern bereits um zwei Wochen bis zum 2. August verlängert. Eintrittskarten sind an der Themse derzeit so begehrt, wie ein erschwinglicher Parkplatz in der Innenstadt. "Die Erwartungen sind groß. Aber wir sind sehr stolz, dass Alexander McQueen zu uns nach Hause kommt", sagt der deutsche Museumsleiter Martin Roth zur Europa-Premiere.

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«Savage Beauty» ist bis zum 2. August geöffnet.

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McQueen wurde im Londoner Süden geboren und wuchs im East End auf. Seine Ausbildung zum Schneider absolvierte er in der berühmten Savile Row in Mayfair. Dort legte er den Grundstein für seine eindrucksvolle Karriere, die ihn zu einem der einflussreichsten Designer seiner Generation machte. "Er hat den Blick auf die Mode verändert", erklärt Kuratorin Claire Wilcox. Die Ausstellung ist eine gewaltige, beinahe theatrale Inszenierung und ähnelt den vielen unnachahmlichen Laufsteg-Shows des Briten. McQueen - 2010 im Alter von 40 Jahren gestorben - hätte die Retrospektive sicher geliebt.

Das Herzstück der Werkschau, die 2011 in kleinerem Umfang bereits im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen war und dort zu den zehn erfolgreichsten Ausstellungen überhaupt zählt, ist das Kabinett der Kuriositäten. Wilcox hat in einem riesigen Setzkasten besonders eindrucksvolle Arbeiten gesammelt - vieles davon stammt aus Privatbesitz und war nach der Premiere auf einem Laufsteg nie wieder zu sehen. Ein Kleid aus weißen Federn aus der Kollektion "The Horn of Plenty" etwa, ein Oberteil aus funkelnden Kristallen und außergewöhnliche Kopfbedeckungen und Accessoires - insgesamt mehr als 100 Stücke, teilweise aus Kooperationen mit Hutmacher Philip Treacy.

Das Museum hat mehr als 240 Exponate zusammengetragen und in zehn Sektionen unterteilt. Das Spektrum reicht von McQueens Abschlussarbeit am Londoner College Central Saint Martins aus dem Jahr 1992 bis zu seiner unvollendet gebliebenen Herbst/Winter- Kollektion 2010/11. Jedes einzelne Exemplar ist Zeuge seiner Genialität und auch seiner Verbundenheit mit der Natur, aus der heraus er beeindruckende Kleidungsstücke aus Muscheln, Glas, getrockneten Blumen und Federn oder Pferdehaar kreierte.

"Mit "Savage Beauty" feiern wir den einfallsreichsten und talentiertesten Designer unserer Zeit. Er war ein Genie und Visionär, der Grenzen verschoben hat. Sein Talent war grenzenlos", sagt Modeschöpferin Sarah Burton, seit 2010 Kreativdirektorin beim Modelabel McQueen.

dpa

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