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Ford Mondeo - Mittelmäßige Mittelklasse

Auto Ford Mondeo - Mittelmäßige Mittelklasse

Seit mehr als 20 Jahren fährt der Ford Mondeo in der Mittelklasse mit. Als Gebrauchter ist er leider nicht immer zuverlässig: Die Pannenhelfer des ADAC kennen den Wagen - insbesondere aus einigen Baujahren - recht gut.

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Den Ford Mondeo gab es ab 2010 nur noch als Kombi oder als Fließheck-Version (im Bild).

Quelle: Ford

Berlin. Der Platz ist seit jeher eng in der Mitte. Vor allem auf dem Automarkt. Neben den Premium-Modellen von Audi, BMW und Co. buhlen mehr auf Nutzwert ausgerichtete Autos um Fuhrparkmanager und Familien. Der Ford Mondeo mischt hier schon seit 1993 mit. Die neueste Generation kommt im Februar offiziell zu den Händlern. Der ab 2007 gebaute Vorgänger macht als Gebrauchter leider nicht in allen Kapiteln eine gute Figur.

Insbesondere die Lenkung fällt laut dem "TÜV Report 2015" schon bei den ersten beiden Hauptuntersuchungen (HU) negativ auf. Ausgeschlagene Gelenke sind meist der Grund. Achsaufhängungen und Antriebswellen machen bei älteren Exemplaren Ärger, auch die Lichtanlage wird bei der HU öfter beanstandet. Ab dem zweiten Pflichttermin ist auch die Auspuffanlage auffällig, Bremsenprobleme gehören seit dem Modellwechsel 2007 indes eher der Vergangenheit an.

Die Pannenhelfer des ADAC kennen den Mondeo recht gut. Besonders wegen der Baujahre 2008 bis 2010 mussten sie überdurchschnittlich oft ausrücken. Defekte Wegfahrsperren, diverse Fehler im Motormanagement oder auch mal ein kaputter Nockenwellensensor machen laut dem ADAC öfter Probleme. Eine fehlerhafte Ladedruckregelung sei bei Dieseln der Baujahre 2012 bis 2013 öfter zu beklagen, Probleme mit der Kraftstoffpumpe bei Mondeos des Baujahres 2010.

Mit einem Ladevolumen von 549 bis 1740 Litern bietet der Mondeo vor allem als Turnier genannter Kombi reichlich Platz. Eine echte Limousine mit Stufenheck gab es hierzulande nur bis zur Modellpflege 2010, danach stand neben dem Kombi noch eine Fließheck-Version zur Wahl. Beide Versionen gelten wegen ihres ausgewogenen Fahrwerks als Mittelklasse-Vertreter, die neben solidem Langstrecken-Komfort auch sportliche Qualitäten bieten.

Das Motorenangebot des Mondeo reicht bei den Benzinern vom 1,6-Liter-Motor mit 81 kW/110 PS bis zum 2,5-Liter-Fünfzylinder, der satte 162 kW/220 PS leistet. Wesentlich häufiger dürfte man auf dem Gebrauchtmarkt aber Diesel der mittleren Leistungsklasse antreffen. Wobei das Spektrum hier von 85 kW/115 PS im 1.6 TDCi bis zu 147 kW/200 PS im 2.2 TDCi reicht.

Wer sich mit dem Einstiegsmodell Mondeo 1.6 Ti-VCT Trend zufriedengibt, dürfte laut der Schwacke-Liste für rund 6700 Euro ein Fließheck von 2007 mit durchschnittlich 100 200 Kilometer auf dem Tacho bekommen. Für einen Mondeo 1.6 Eco Boost Titanium von 2010 werden noch etwa 11 950 Euro fällig (64 200 Kilometer). Ein Mondeo 2.0 TDCi Ghia mit 115-Diesel-PS desselben Baujahres ist laut den Marktbeobachtern für 10 250 Euro zu haben (89 700 Kilometer).

Den Kombi-Mondeo Turnier bekommt man laut Schwacke als 2.0 Titanium (107 kW/145 PS) von 2008 für rund 9600 Euro (97 800 Kilometer). Die Dieselversion 1.0 TDCi Ambiente (103 kW/140 PS) von 2011 ist für rund 11 000 Euro zu haben (81 300 Kilometer), ein junger Mondeo Turnier 2.0 TDCi Trend mit 120 kW/163 PS von 2013 für 17 000 Euro (45 650 Kilometer). Ein Mondeo Turnier 2.2 TDCi Titanium S mit dem 147 kW/200 PS starken Topdiesel sollte bei gleichem Baujahr und gleicher Laufleistung noch um die 19 950 Euro kosten.

dpa

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