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Öfter mal was Neues: Das bringt das Autojahr 2017

Verkehr Öfter mal was Neues: Das bringt das Autojahr 2017

Vernünftige Kleinwagen, praktische Familienkutschen, trendige SUV und traumhafte Sportwagen: Auch 2017 gibt es wieder jede Menge neue Autos - und sogar das Wiedersehen mit einer fast vergessenen Marke.

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Für den Genfer Salon im Frühjahr erwartet: Der Nachfolger der coupéhaften Limousine VW CC heißt Arteon. Foto: Volkswagen

Berlin. Die Autohersteller arbeiten mit aller Macht an der Neuerfindung des Autos. Doch weil sie den ganz harten Systemwechsel vermeiden wollen und die Zeit bis zum möglichen Durchbruch für autonome und elektrische Fahrzeuge irgendwie überbrücken müssen, gibt es 2017 eine ganze Flut konventioneller Neuheiten.

Alfa Romeo wagt sich zum ersten Mal in seiner Geschichte ins Gelände. Nach dem Vorbild der vornehmen Schwester Maserati bringt der Hersteller eine Klasse unter dem Levante jetzt endlich den seit Jahren angekündigten Geländewagen Stelvio an den Start.

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Flaggschiff aus Rüsselsheim: Opel präsentiert die Neuauflage seines Topmodells Insignia auf dem Genfer Salon. Der Fünftürer heißt künftig Insignia Grand Sport. Foto: GM Media/Axel Wierdemann

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Alpine meldet sich nach Jahrzehnten mit einem neuen Sportwagen zurück. Geplant ist ein ebenso flacher wie leichter Zweisitzer mit einem angeblich mehr als 221 kW/300 PS starken Vierzylinder, der in Preis und Anspruch zwischen Audi TT und Porsche Cayman angesiedelt ist.

Audi beginnt das Jahr mit der Markteinführung des Geländewagens Q5 und schließt den Generationswechsel in der Mittelklasse mit dem A5 Cabrio ab. Im Herbst folgt die nächste Generation des Flaggschiffs A8, die den nächsten Schritt zum autonomen Fahren machen will.

Bentley dürfte den Generationswechsel für den Continental vorbereiten. Sicher dagegen: Anfang des Jahres bringen die Briten im Geländewagen Bentayga ihren ersten Diesel.

BMW bringt den neuen Fünfer im Februar als Limousine, im Sommer als Kombi und zum Ende des Jahres als GT. Das SUV X3 geht in die nächste Runde und der X2 wird nach dem Vorbild der Pariser Studie zur sportlichen Alternative am unteren Ende des Programms.

Bugatti bringt den Chiron in den Handel. Der Nachfolger des Veyron ist mit 1103 kW/1500 PS das stärkste, mit 420 km/h das schnellste und mit 2,856 Millionen Euro das teuerste Serienauto der Welt.

Citroën stellt für die zweite Jahreshälfte den neuen C5 in Aussicht und will nach dem pfiffigen C3 beweisen, dass die Marke auch noch große Autos bauen kann.

Dacia gönnt der gesamten Modellpallette ein dezentes Facelift. Bevor 2018/19 wirklich neue Autos kommen, gibt es für Duster, Sandero und Logan MCV ein aufgefrischtes Design und etwas neue Technik.

Ford bringt für Preise ab 9900 Euro den Ka+. Der nächste Fiesta wird zum Sommer größer und vor allem vornehmer als bisher.

Honda hat zwei wichtige Neuheiten im Köcher: Anfang 2017 kommt in der Golf-Klasse ein neuer Civic. In der zweiten Hälfte startet der nächste CR-V bei den kompakten SUVs.

Hyundai bringt im Frühjahr die zweite Generation des i30 gegen den Golf in Stellung. Außerdem wird es im Verlauf des Jahres den Ioniq auch als Plug-in-Hybrid geben.

Infiniti wechselt sein wichtigstes Modell aus und bringt in der gehobenen SUV-Mittelklasse den neuen QX50 an den Start. Optisch eher behutsam weiterentwickelt, wird er mit einer kleinen technischen Revolution aufwarten: Zum ersten Mal treibt ihn ein Benziner mit variabler Verdichtung an.

Jeep hat zwei Jahre nach dem kleinen Renegade endlich mal wieder ein komplett neues Auto in der Pipeline und tritt mit der zweiten Auflage des Compass gegen VW Tiguan und Co an.

Jaguar gönnt sich vor dem Debüt des ersten rein elektrischen Autos eine kleine Verschnaufpause und beschränkt sich nach aktuellem Stand auf eine Kombi-Variante des neuen XF.

Kia rüstet sich mit der zweitenvierten Generation des Kleinwagens Rio für das Ringen mit einem neuen VW Polo und dem nächsten Fiesta.

Land Rover macht den Discovery in der fünften Generation zu einem großen, familientauglichen SUV für Alltag und Abenteuer und setzt dabei neben Leichtbau vor allem auf Vernetzung und deutlich mehr Platz als früher. Darüber hinaus planen die Briten angeblich noch ein SUV-Coupé bei Range Rover, das gegen BMW X6 und Co antreten soll.

Lexus kombiniert beim neuen LC Luxus und Leistung und baut ein Coupé für die Oberklasse. Angetrieben wird es von einem V8 mit 384 kW/473 PS oder einem neu entwickelten Hybrid, der auf eine Systemleistung von 264 kW/354 PS kommt.

Mazda überarbeitet zum Jahreswechsel nach dem Sechser auch den Dreier, stellt im Frühjahr dem offenen MX-5 eine Version mit versenkbarem Hardtop zur Seite und plant ansonsten vor allem den Start des nächsten CX-5, der in der Klasse der kompakten Geländewagen spielt.

McLaren lässt bei seinem Einstiegsmodell die Sonne rein und bietet in der Sport Series nach Coupé und GT im Sommer auch einen Spider an.

Mercedes konzentriert sich auf die E-Klasse. Zu Limousine und Kombi gesellen sich bald der aufgebockte All-Terrain, das Coupé und ein Cabrio. Außerdem bringt AMG die Power-Variante mit bis zu 450 kW/612 PS sowie den Sportwagen GT als R-Modell und als luftigen Roadster. Die S-Klasse bekommt ein Facelift mit einer neuen Generation von Motoren, die legendäre G-Klasse wird nach 35 Jahren ein weiteres Mal überarbeitet und zum Ende des Jahres soll im Gewand des GLC endlich die Brennstoffzelle in Serie gehen.

Mini macht den Countryman in zweiter Generation zu einem ernsthaften Geländewagen, der in einer Liga mit Opel Mokka X oder Seat Ateca spielt. Mit dem ersten Plug-in-Hybrid in dieser Baureihe beginnt für die Briten die Elektrifizierung.

Nissan beginnt 2017 mit der Neuauflage des Micra, der von einem gesichtslosen Kleinwagen zum Charakterkopf werden soll, mehr Platz bietet und viele Technologien aus den größeren Fahrzeugklassen in das Segment bringen will. Auf der gleichen Basis wird Ende 2017 auch die nächste Auflage des kleinen SUV-Coupé Juke erwartet.

Opel zeigt auf dem Genfer Salon die zweite Generation seines Flaggschiffs Insignia. Als Fünftürer soll er künftig Grand Sport heißen und im Mai in den Handel kommen. Nach den Sommerferien folgt der Kombi Sports Tourer. Außerdem geplant: Der Meriva-Nachfolger, der zum Crossland X wird und sich stärker an einem Geländewagen orientieren soll. Die spannendeste Neuheit: Mit dem Ampera-e will Opel bei mehr als 500 Kilometern Reichweite und einem Schätzpreis unter 35 000 Euro alltagstaugliche Elektromobilität bezahlbar machen.

Porsche baut gleich zu Anfang die Panamera-Familie aus - aber noch nicht mit dem Sport-Kombi, sondern erst einmal mit der um 14 Zentimeter gestreckten Executive-Version. Außerdem gibt es einen neuen 911 GTS bevor zum Jahresende die dritte Generation des Cayenne kommt.

Peugeot stellt dem kompakten SUV 3008 im Frühjahr den siebensitzigen 5008 zur Seite. Außerdem bereiten die Franzosen ein Update für den Golf-Gegner 308 vor und arbeiten mit Hochdruck an der nächsten Auflage des Flaggschiffs 508.

Renault bietet mit dem Alaskan erstmals einen Pick-Up an. Außerdem gibt es einen Akku mit mehr Reichweite für den elektrischen Zoe und die zweite Auflage des großen Geländewagen Koleos.

Seat gönnt dem Leon ein Facelift und bereitet unterhalb des Ateca einen kleineren Geländewagen vor. Aber die wichtigste Neuheit ist der Ibiza, der mit dem Generationswechsel auf den modularen Querbaukasten des VW-Konzerns wechselt, damit mehr Platz bieten dürfte und vor allem neue Infotainment- und Assistenztechnologie bekommt.

Skoda konzentriert sich zwar vor allem auf den Roll-Out des Kodiaq, plant aber darüber hinaus noch ein Facelift für den Octavia und spricht auch schon über ein Coupé auf Basis des ersten Geländewagens aus Tschechien.

Suzuki bietet nach rund zehn Jahren Pause wieder einen Ignis an. Der 3,70 Meter kurze Fünfsitzer steht an der Nahtstelle zwischen Kleinwagen und SUV und ist technisch aufwendig: Es gibt ihn nicht nur als Mild-Hybrid, sondern tatsächlich auch mit Allradantrieb.

Tesla wagt sich nach den elitären S und X jetzt ins elektrische Massengeschäft und hat für die zweite Jahreshälfte das Model 3 mit etwa 350 Kilometern Reichweite und einem Grundpreis von unter 50 000 Euro angekündigt.

Toyota bringt zum Jahreswechsel das markante SUV-Coupé C-HR, das allerdings wilder aussieht als es ist. Denn unter dem aggressiv gezeichneten Blech gibt es einen 1,2 Liter-Motor mit 85 kW/116 PS oder die Antriebstechnik des Prius mit 90 kW/122 PS. Der Hybrid-Bestseller kommt dafür noch vor den Sommerferien auch wieder als Plug-in-Modell und soll 50 Kilometer rein elektrisch schaffen.

Volvo bewegt sich vor allem abseits der Straße. Denn erst bringen die Schweden ihr Flaggschiff aus der 90er-Reihe auch wieder als aufgebockten Allradkombi V90 CrossCountry und dann steht die zweite Auflage des Geländewagens XC60 ins Haus. Zum Jahresende könnte dann als dritter im Bunde auch schon der noch kleinere XC40 fertig werden.

VW hat neben der Abwicklung des Dieselskandals und der Vorbereitung der elektrischen Revolution ein pralles Programm: Denn neben dem Facelift für den Golf kommen auch noch ein neuer Polo, der gestreckte Tiguan mit dritter Sitzreihe, ein kleineres SUV im Stil der Studie T-Roc und der Nachfolger für den CC. Zum Jahresende wird die dritte Auflage des Touareg erwartet.

dpa

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