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Mieten oder kaufen: Günstiger mit dem Wohnmobil fahren

Verkehr Mieten oder kaufen: Günstiger mit dem Wohnmobil fahren

Immer mehr Camper leisten sich ein eigenes Wohnmobil. Günstig ist diese Investition nicht gerade. Wer häufiger im Reisemobil unterwegs ist, steht vor der Frage: Mietet man weiter, oder kauft man sich sein eigenes Gefährt?

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Preise für neue Wohnmobile beginnen laut Experten ab etwa 35 000 Euro, Luxusmodelle können sechsstellige Summen kosten. Foto: Markus Scholz

Frankfurt/Main. Flexibel, unabhängig und gemütlich: Das verspricht ein Urlaub im Wohnmobil zu sein. Viele mögen diese Art des Reisens. Die Zahl der neu zugelassenen Reisemobile ist in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen.

Allein von Januar bis März 2016 wurden 8863 Reisemobile neu zugelassen, das waren rund 1700 mehr als im Vorjahreszeitraum (plus 24,1 Prozent). "Davon waren circa 65 Prozent Privatzulassungen", sagt Jost Krüger vom Caravaning Industrie Verband (CIVD). Die Zahlen basiseren auf Daten des Kraftfahrtbundesamtes und zeigen: Immer mehr Menschen kaufen sich in jüngster Zeit ein eigenes Reisemobil.

Ein Schnäppchen ist der Kauf nicht gerade: Rund 68 000 Euro hat ein Reisemobil laut CIVD im Jahr 2015 im Schnitt gekostet. Los geht es bei kompakten Kastenwagen, die häufig nur ein Dachbett haben. Krüger zufolge kosten die neu ab etwa 35 000 Euro - und liegen im Trend. "Sie werden gerne als Zweitwagen genutzt." Nach oben ist die Preisspanne offen. Für vollausgestattete Luxus-Reisemobile können durchaus auch sechsstellige Summen fällig werden.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind Wohnmobile günstiger zu haben. Auf eine allzu große Auswahl sollte man aber nicht hoffen. "Die Nachfrage ist groß, deshalb ist der Markt aktuell nicht gerade üppig bestückt", sagt Krüger.

Dennoch ist die Investition in ein eigenes Reisemobil enorm. Wer nur einmal im Jahr für mehrere Wochen in den Urlaub fährt, für den lohnt sich das kaum. Dann mieten Camper sich lieber ihr Gefährt. Das kostet je nach Reisezeit und Reisemobil-Typ in der Regel zwischen 80 und 160 Euro pro Tag, sagt Krüger.

Für die erste Reise sollten Urlauber ohnehin immer mieten, rät der Fachmann vom CIVD. Denn wenn das Reisen im Wohnmobil doch nichts für einen ist, findet man das auf diesem Weg heraus. Ist man dagegen voll und ganz begeistert und will künftig nur noch mit Wohnmobil urlauben, lohnt sich eine kleine Rechnung. Wie oft verreist man im Jahr, und was kostet einen dafür auf lange Sicht die Miete?

Martin Zöllner vom ADAC nennt folgende Faustregel: Damit sich ein Kauf rentiert, sollte man sechs Wochen im Jahr mit seinem Reisemobil unterwegs sein. "Für viele Camper spielt die Rentabilität aber keine Rolle", sagt er. Für sie ist es Hobby und Lebenstraum gleichermaßen. Sie rüsten ihr Wohnmobil nach ihren Wünschen auf, bauen zum Beispiel besonders bequeme Betten ein. Andererseits gebe es auch Menschen, die immer wieder nur ein Reisemobil mieten, weil sich nicht binden wollen oder nicht wissen, wo sie es nach den Urlaub parken sollen.

Wohnmobile können eine langfristige Investition sein. "Sie sind für eine lange Nutzung ausgelegt und halten oft Jahrzehnte", sagt Krüger. Außerdem seien sie recht wertstabil und erzielen beim Verkauf auch im gebrauchten Zustand noch gute Preise.

dpa

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