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Mercedes will den Scheinwerfer zum Beamer machen

Verkehr Mercedes will den Scheinwerfer zum Beamer machen

Probleme mit blendendem Scheinwerferlicht für den Gegenverkehr gehören möglicherweise bald der Vergangenheit an. Zumindest wenn eine neue Technologie von Mercedes hält, was sie verspricht.

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Mercedes hat unter dem Namen Digital Light die übernächste Generation von Autolicht vorgestellt. Das soll sich extrem präzise steuern lassen und in ein paar Jahren auf den Markt kommen. Foto: Daimler AG

Stuttgart. Mercedes hat die übernächste Generation von Scheinwerfern vorgestellt, die zum Beamer werden und Licht in HD-Qualität auf die Straße werfen.

Das sogenannte Digital Light wechsele gerade von der Forschung in die Vorserienentwicklung und solle bereits in wenigen Jahren zu kaufen sein, kündigte der Stuttgarter Hersteller an.

Dabei setzt Mercedes auf Chips mit jeweils mehr als einer Million mikroskopisch kleiner Spiegel, die von Hochstrom-Leuchtdioden angeregt werden und das Licht in winzige Pixel aufteilen. Je kleiner diese Pixel sind, desto präziser lässt sich die Lichtverteilung steuern, erläutern die Entwickler. So könne der Gegenverkehr noch genauer ausgespart und der Lichtkegel noch besser an den Straßenverlauf und die Verkehrsverhältnisse angepasst werden.

Geregelt wird das mithilfe der Kamera- und Radarsensoren, die für Assistenzsysteme wie den Abstandstempomaten oder die Spurführungshilfe benötigt werden. Mit der präzisen Lichtverteilung will Mercedes nicht nur die Sicht verbessern, sondern auch zusätzliche Informationen auf die Straße bringen. So denken die Entwickler zum Beispiel an Warn- oder Navigationshinweise oder an zusätzliche Fahrbahnmarkierungen, wenn diese etwa in Baustellen schlecht sichtbar sind.

Auch die Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern soll das Digital Light verbessern - etwa wenn im autonomen Fahrbetrieb ein Zebrastreifen auf die Fahrbahn projiziert wird, um Fußgängern eine sichere Überquerung der Straße zu signalisieren. Bevor Mercedes das Licht in Serie bringt, machen die Entwickler aber einen weiteren Zwischenschritt und starten die nächste Generation von LED-Licht. Pro Scheinwerfer gibt es dann vier LED-Chips mit je 1024 einzeln ansteuerbaren Lichtpunkten.

dpa

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