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Kindersitze hinter dem Radfahrer bieten mehr Schutz

Verkehr Kindersitze hinter dem Radfahrer bieten mehr Schutz

Gerade für Kurzstrecken und Stadtfahrten greifen viele Eltern gerne auf Kindersitze fürs Rad zurück. Idealerweise wählen sie ein Modell, das hinter dem Radfahrer positioniert wird, weil es bei einem Unfall den meisten Schutz bietet, rät die Deutsche Verkehrswacht (DVW).

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Gut geschützt: Die Deutsche Verkehrswacht rät Eltern zu Kindersitzen hinter dem Radfahrer.

Quelle: Michael Reichel

Berlin. Außerdem gebe diese Position dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit. Grundsätzlich böten hohe, nach hinten verstellbare Rückenlehnen mit seitlichen Abstützungen einen guten Schutz. Sie sorgen dafür, dass der Kopf nicht nach hinten überkippen kann, wenn das Kind einschläft.

Weiterhin sind der DVW zufolge Dreipunkt-Hosenträgergurte sicherer als Beckengurte. Beinsicherungen und Fußrasten sollten verstellbar sein. Im vorderen Bereich der Sitzfläche sorgt idealerweise ein Höcker dafür, dass der Gurt das Kind selbst bei scharfen Bremsmanövern im Sitz hält. Der Sitz sollte die Laufräder so weit abdecken, dass es nicht zu Verletzungen kommen kann. Aus diesem Grund müssen auch Federn abgedeckt werden, falls der Sattel solche aufweist. Und natürlich ist ein Helm auf dem Kindersitz Pflicht.

Da sich durch das zusätzliche Gewicht der Schwerpunkt des Rades weiter nach hinten und oben verlagert, sollten Eltern das Ausbalancieren erst einmal ohne Kind und mit Gewichten im Sitz üben, rät der DVW. Zusätzliche Sicherheit beim Auf- und Absetzen des Kindes bieten ein zweibeiniger Fahrradständer sowie ein spezieller Dämpfer, der das Einschlagen des Lenkers verhindert. Aber auch mit einem guten Sitz und allen Sicherheitsvorkehrungen gilt: Das Kind darf niemals allein im Sitz gelassen werden.

Je nach Modell dürfen in einem Sitz Kinder mit einem Gewicht von 9 bis 22 Kilogramm befördert werden. Vorn befestigte Sitze erlauben in der Regel die niedrigsten Lasten. In jedem Fall muss das Kind laut DVW bereits sicher aufrecht sitzen können, bevor es im Kindersitz mitfahren darf. Das Höchstalter für kleine Sitzpassagiere liege bei sieben Jahren, während der Fahrer eines Rades mit Kindersitz den Angaben zufolge mindestens 16 Jahre alt sein muss.

dpa

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