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Autosalon: Schaulaufen ohne Fortschritt

Auto Autosalon: Schaulaufen ohne Fortschritt

Genfer Salon (Publikumstage: 5. bis 15. März) zur PS-Party. Allerdings tischen die Marken dabei ein Programm auf, das unterschiedlicher kaum sein könnte: Neue Supersportwagen stehen am Lac Léman wieder zahlreich im Rampenlicht, aber auch ungewöhnlich viel Massenware für Familien- und Firmenfahrer.

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So angesagt SUVs auch sind, die Großraumlimousinen halten dagegen: Das zeigt in Genf der neue VW Touran in Neuauflage.

Quelle: Thomas Geiger

Genf. ehen am Lac Léman wieder zahlreich im Rampenlicht, aber auch ungewöhnlich viel Massenware für Familien- und Firmenfahrer.

 

Ganz vorn fahren einmal mehr die SUV. Mit schnittigem Design und sportlichem Antritt haben sie sich längst als modische und moderne Alternative zur Großraumlimousine etabliert. Wer in diesem Segment schon vertreten ist, der hält sein Angebot frisch: Bei Hyundai zum Beispiel folgt der Tucson auf den ix35, bei Land Rover gibt es ein Facelift für den Evoque und bei Mercedes analog zum BMW X6 ein Coupé der M-Klasse, die künftig GLE heißen wird. Und wer noch nicht mit dabei ist, springt jetzt auf den Zug auf: So positioniert Renault den Kadjar gegen VW Tiguan & Co., Ssangyong zeigt den neuen Tivoli, und Seat bereitet mit der Studie 20V20 eine SUV-Offensive vor.

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Vertreter der wieder in Mode kommenden aufgebohrten Kompaktsportler: der 228 kW/310 PS starke Honda Civic Type R.

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Aber so angesagt die SUV auch sind, die Großraumlimousinen halten dagegen. In Genf steht der neue VW Touran als Neuauflage von Deutschlands meistverkauftem Van. Und wenn diese Nische keine guten Geschäfte verspräche, würde BMW dem Active Tourer in der 2er-Reihe nicht gleich einen siebensitzigen Gran Tourer hinterherschieben.

Daneben gibt es ein paar Neuheiten mit normaler Sitzhöhe und teils in niedrigen Preisregionen. Dazu gehören Kleinwagen wie der Opel Karl und das i20 Coupé von Hyundai, aber auch Kompaktmodelle wie der aufgefrischte Toyota Auris. In der Mittelklasse zieht der neue Skoda Superb die Blicke auf sich. Nissan ist mit einer ansehnlichen Kleinwagenstudie nach Genf gereist, Kia mit einem schnittigen Kombientwurf und VW mit dem Sport Coupé Concept.

Bei den Sportwagen reicht die Bandbreite von neuen Serienmodellen wie dem Audi R8 über nachgeschärfte Modellvarianten wie die Porsche-Neuheiten Cayman GT4 oder 911 GT3 RS. Daneben sind der McLaren 675 LT und der Lamborghini Aventador Superveloce mit 551 kW/750 PS zu nennen. Es gibt aber auch Rennversionen wie den brutalen AMG GT3 auf dem Mercedes-Stand oder den Aston Martin Vulcan. Als Newcomer präsentiert Bentley die Studie EXP10Speed6, die einen seriennahen Ausblick auf ein neues Einstiegsmodell geben soll.

Als komfortable Alternativen zum flachen, engen Sportwagen empfehlen sich bei Mercedes der G 500 4x4hoch2 oder die auf 6,50 Meter gestreckte Pullman-Variante der S-Klasse. Bei Aston Martin steht ein DBX, der zum ersten Luxus-Crossover der Marke werden könnte.

Hier die vernünftigen Brot- und Butter-Autos, dort die neuen Spitzensportler für die PS-Elite - so präsentiert sich der Salon gespalten wie nie zuvor. Doch es gibt ein paar Autos, die beide Trends verbinden: Ein kompakter Ford Focus RS mit über 235 kW/320 PS, ein 228 kW/310 PS starker Honda Civic Type R oder ein Opel Corsa OPC, der es auf 152 kW/207 PS bringt.

So bunt das Treiben im Palexpo auch ist, fehlen doch wesentliche Treiber, bemängelt Automobilwirtschaftler Ferdinand Dudenhöffer mit Blick auf Google, Apple & Co. "Ausgerechnet zum Beginn der neuen Ära des Autos, dem Aufbruch in die Welt des automatisierten Fahrens, sucht man diese Newcomer in Genf vergebens." Für ihn ist die Messe deshalb ein Branchentreff der konventionellen Autowelt. "Wirklich Inspiratives, das die Neuerfindung des Autos antreibt und der Mobilität neue Impulse geben kann, ist im Palexpo nicht zu sehen."

dpa

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