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Apps und Sensoren: Helfer bei der Parkplatzsuche

Verkehr Apps und Sensoren: Helfer bei der Parkplatzsuche

Nie wieder einen Parkplatz suchen? Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Noch ist das autonome Parken tatsächlich eine Zukunftsvision. Allerdings tüfteln viele Autobauer daran, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

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Stellplätze ab ins Netz: Die Stuttgarter Firma Apcoa hat eine Online-Plattform entwickelt, die vor allem freie Parkflächen digital verfügbar machen will. Foto: Apcoa

Berlin. Die Parkplatzsuche kostet täglich Zeit und Nerven. Vernetzte Techniken sollen die Suche vereinfachen. Der jüngste Vorstoß stammt von BMW und soll Ende des Jahres als On-Street Parking Information kommen.

Nachdem die ersten Hersteller, soweit online verfügbar, bereits die Stellplatzanzeigen von Parkhäusern und Tiefgaragen in ihre vernetzte Navigation übertragen, wollen die Bayern auch bei der Suche am Straßenrand helfen.

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Autonome Parker: Hersteller wie Volvo arbeiten an Systemen, bei denen die Autos in Eigenregie ins Parkhaus fahren und sich dann einen freien Platz suchen. Foto: Volvo

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Dafür berechnen sie laut Sprecher Christophe Koenig aus den Bewegungsdaten von Autos, die eine Parkfläche verlassen oder einen Stellplatz suchen, mit Prognosemodellen die Chance auf eine freie Lücke. "Der Fahrer kann so direkt die Bereiche ansteuern, in denen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine freie Stellfläche zu finden ist."

Ähnlich hat Audi bei einem Pilotprojekt in Los Angeles und San Francisco gearbeitet, wo sich die Vorhersage nicht nur auf Bewegungsdaten stützt. Dort bauen Autobauer und Behörden auch auf Daten von Sensoren, mit denen sich die Belegung von rund 8000 Parkplätzen erfassen lässt. So wissen die Bayern nicht nur, welche Plätze gerade frei sind. Sie können auch vorhersagen, wo bald jemand eine Lücke frei macht - mit hoher Wahrscheinlichkeit. "Für für eine Zeitspanne von zehn Minuten im Voraus mit 97-prozentiger Sicherheit und bei 20 Minuten mit bis zu 91 Prozent", sagt Sprecher Udo Rügheimer. Er wagt aber noch keine Prognose, wann genug Parkplätze ausgestattet sind, damit so ein System in Serie gehen kann.

Unabhängig von den Herstellern helfen auch Apps und Dienstleister. So wirbt zum Beispiel die Internetplattform Parkopedia damit, dass sie rund 38 Millionen Stellplätze in 6300 Städten in 75 Ländern kennt und einem via Handy den Weg weist. Ob der Stellplatz frei ist, muss man in der Regel aber noch selbst herausfinden. Die App Parkda listet dagegen nach Angaben der Macher nur freie Plätze auf, ist dafür aber auf Parkhäuser mit einem intelligenten Leitsystem angewiesen und hat aktuell nur rund 40 Städte in der Datenbank.

Ganz ohne Stress soll das Parken mit der Sharing-Plattform ParkU gelingen. Sie vermittelt über eine Smartphone-App ungenutzte Stellplätze in Innenstadtlagen. Mit elektronischer Unterstützung erschließt man dabei nach eigenen Angaben auch Flächen hinter Schranken, Rollgittern oder Toren und kann so ebenfalls die Parkhäuser, Tiefgaragen oder Hinterhöfe von Hotels und Unternehmen anbieten, die außerhalb von Büro- oder Stoßzeiten meist leer stehen oder zumindest schlecht genutzt werden.

Autofahrer können sich dem Unternehmen zufolge kostenlos bei ParkU registrieren und eine App auf ihr Telefon laden. Die Vermittlung sei kostenlos, man zahle lediglich die Parkgebühr, die über ein Online-Konto abgerechnet wird, erklärt ein Firmensprecher. Aktuell führt das Unternehmen so immerhin 5000 Plätze in 15 Städten und hat bereits einen großen Nachahmer auf den Plan gerufen.

Denn nach einem ganz ähnlichen Muster hat der Stuttgarter Parkhausbetreiber Apcoa die Online-Plattform Parkway entwickelt. Dahinter verbirgt sich ein Chip zum Abwickeln des Parkens ohne Bargeld und Ticket. Die Plattform ist auch für andere Betreiber offen und will Stellplätze ins Internet bringen: "Die Digitalisierung schreitet auch beim Parken voran. Autofahrer nutzen in Zukunft verstärkt das Web oder das Smartphone für die Parkraumsuche, sodass Parkflächen, die digital nicht verfügbar sind, irgendwann nicht mehr wahrgenommen werden", sagt Apcoa-Chef Ralf Bender.

dpa

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