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Zeichen für Toleranz und Offenheit

Wendeburger Weidenkirche Zeichen für Toleranz und Offenheit

Licht fällt durch ihre Zweige, man hört die Vögel zwitschern und sieht die Sonne: Die Weidenkirche in Wendeburg war Anziehungspunkt bei der „Offenen Pforte“.

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70 Gäste besuchen die Wendeburger Weidenkirche bei der „Offenen Pforte“.

Quelle: rb

Wendeburg. „Viele Menschen finden die heutige Zeit hart und haben Angst: vor Arbeitslosigkeit und Krankheit, vor Verlust und Tod. Die ökumenische Weidenkirche in Wendeburg, spricht eine andere Sprache. Sie erzählt vom Sieg des Lebens über den Tod – jedes Jahr wieder treibt sie aus und bedeckt ihr Holz mit Grün“, sagte der ehemalige Wendeburger Pastor Otto Pfingsten in seiner Predigt in der Weidenkirche Friedrich Spee. Er ging auf die besondere Symbolkraft von Weidenkirchen ein. Rund siebzig Besucher verfolgten den Gottesdienst unter freiem Himmel, der musikalisch vom Kirchenchor begleitet wurde.

Wenn man in die Weidenkirche tritt, hat man das Gefühl in einem lichten Wald zu stehen. Die 2006 mit Unterstützung zahlreicher Menschen gebaute Kirche strahlt Ruhe aus. Symmetrisch heben sich die Weidenbögen und bilden ein Kirchengewölbe nach. Um diese Symmetrie zu erhalten, wurden in die Bögen vorgebogene Stahlrohre eingearbeitet. Jedes Jahr werden die Weiden in Form geschnitten und ein Teil in die bestehenden Strukturen eingeflochten. Die Kirche in Wendeburg besteht aus jeweils sechzehn großen und kleinen Bögen, für die seinerzeit mehr als 1000 Weidenruten und mehr als ein Kilometer Hanfseil verarbeitet wurden. Diese Bauwerke sind dadurch, dass sie ein Stück Natur sind, einer ständigen Veränderung unterworfen. Sie wachsen jedes Jahr ein Stück, werden größer und sollen durch ihre Offenheit Ausdruck für Toleranz sein. Der Namensgeber der Kirche war ein Jesuitenpater. Friedrich Spee war zu seiner Zeit einer der Ersten, der sich öffentlich gegen Hexenprozesse und Hexenverbrennung aussprach.

Gabi Sukopp

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