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„Zahlenspielerei, die nicht haltbar ist!“

IGS-Lengede „Zahlenspielerei, die nicht haltbar ist!“

„IGS, IGS, IGS“ – laut schallen die Rufe der Schüler über den Hof der Hauptschule in Lengede. Dort demonstrierten gestern mehr als 200 Erwachsene und Kinder für die integrierte Schulform. Heftige Kritik gab es an der Landesregierung.

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Mehr als 200 Kinder und Erwachsene demonstrierten gestern für die Integrierte Gesamtschule am Standort Lengede.

Quelle: Christian Bierwagen

Lengede. „IGS-Lengede – die beste Lösung für gute Schulbildung“, so stand es gestern auf einem Pappschild, das Eltern mit zur Demonstration gebracht hatten. Am Rewe-Markt hatte sich der Demonstrationszug mit mehr als 200 Teilnehmern formiert. Über die Hauptstraßen zogen Kinder und Erwachsenen bei kalten Temperaturen um die sieben Grad zur Hauptschule.

Trotz der gefühlten Kälte schlugen dort die Emotionen hoch, während Bürgermeister Hans-Hermann Baas und Landrat Franz Einhaus (beide SPD) sich für die Integrierte Gesamtschule am Standort Lengede aussprachen. Einhaus warf der Landesschulbehörde vor: „Das ist Zahlenspielerei, die nicht haltbar ist!“
„Es gilt, Kräfte zu sammeln“

Der Landrat spielte damit auf die Haltung des Kultusministeriums hin, das in einer Prognose für die kommenden 14 Jahre mit einer zu geringen Schülerzahl für eine fünfzügige Gesamtschule in Lengede rechne. Einhaus sagte dazu, dass dabei mit Kindern gerechnet werden, die noch gar nicht geboren seien, sich die Eltern womöglich noch gar nicht kennengelernt hätten.

Die vom Landrat angekündigte zweite Elternbefragung über den Elternwunsch zur Beschulung der Kinder sei unbedingt notwendig, um einen lange währenden rechtlichen Weg gegen die Landesschulbehörde zu umgehen. Einhaus sagte: „Es gilt, jetzt die Kräfte zu sammeln und eine gute Quote beim Rücklauf der Elternbefragung zu bekommen.“

Während einer ersten Befragung hatten sich nur 50 Prozent der Eltern zurückgemeldet und für die Gesamtschule votiert. Die Landesschulbehörde hatte die übrige Hälfte automatisch als Gegner dieser integrierten Schulform gewertet. Das sei empirisch mehr als fragwürdig, kritisierte der Landrat weiter.

Der Vorsitzende der Eltern-Initiative für eine Gesamtschule, sagte, dass man jetzt nicht aufgeben wolle und weitermachen werde. Dafür bekam Matthias Frenzel einen riesigen Applaus der Eltern und die Kinder stimmten wiederholt ein: „IGS, IGS, IGS.“

Den übrigen Schulstandorten riet Einhaus, die eigenen Stärken mehr zu betonen. Er versprach: „Wir werden von uns aus keinen Standort schließen.“ Zum Standort Lengede sagte er, dass gestern letzte Raumfragen im Zusammenhang mit dem Gesamtschule-Aufbau in Gesprächen mit der Landesschulbehörde ausgeräumt worden seien. Jetzt gelte es, den Elternwunsch energisch zu formulieren und nach Hannover zu tragen.

Jörg Schmidt

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