Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Lengede/Vechelde/Wendeburg „Zahlenspielerei, die nicht haltbar ist!“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg „Zahlenspielerei, die nicht haltbar ist!“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:24 23.10.2009
Mehr als 200 Kinder und Erwachsene demonstrierten gestern für die Integrierte Gesamtschule am Standort Lengede. Quelle: Christian Bierwagen
Anzeige

Lengede. „IGS-Lengede – die beste Lösung für gute Schulbildung“, so stand es gestern auf einem Pappschild, das Eltern mit zur Demonstration gebracht hatten. Am Rewe-Markt hatte sich der Demonstrationszug mit mehr als 200 Teilnehmern formiert. Über die Hauptstraßen zogen Kinder und Erwachsenen bei kalten Temperaturen um die sieben Grad zur Hauptschule.

Trotz der gefühlten Kälte schlugen dort die Emotionen hoch, während Bürgermeister Hans-Hermann Baas und Landrat Franz Einhaus (beide SPD) sich für die Integrierte Gesamtschule am Standort Lengede aussprachen. Einhaus warf der Landesschulbehörde vor: „Das ist Zahlenspielerei, die nicht haltbar ist!“
„Es gilt, Kräfte zu sammeln“

Der Landrat spielte damit auf die Haltung des Kultusministeriums hin, das in einer Prognose für die kommenden 14 Jahre mit einer zu geringen Schülerzahl für eine fünfzügige Gesamtschule in Lengede rechne. Einhaus sagte dazu, dass dabei mit Kindern gerechnet werden, die noch gar nicht geboren seien, sich die Eltern womöglich noch gar nicht kennengelernt hätten.

Die vom Landrat angekündigte zweite Elternbefragung über den Elternwunsch zur Beschulung der Kinder sei unbedingt notwendig, um einen lange währenden rechtlichen Weg gegen die Landesschulbehörde zu umgehen. Einhaus sagte: „Es gilt, jetzt die Kräfte zu sammeln und eine gute Quote beim Rücklauf der Elternbefragung zu bekommen.“

Während einer ersten Befragung hatten sich nur 50 Prozent der Eltern zurückgemeldet und für die Gesamtschule votiert. Die Landesschulbehörde hatte die übrige Hälfte automatisch als Gegner dieser integrierten Schulform gewertet. Das sei empirisch mehr als fragwürdig, kritisierte der Landrat weiter.

Der Vorsitzende der Eltern-Initiative für eine Gesamtschule, sagte, dass man jetzt nicht aufgeben wolle und weitermachen werde. Dafür bekam Matthias Frenzel einen riesigen Applaus der Eltern und die Kinder stimmten wiederholt ein: „IGS, IGS, IGS.“

Den übrigen Schulstandorten riet Einhaus, die eigenen Stärken mehr zu betonen. Er versprach: „Wir werden von uns aus keinen Standort schließen.“ Zum Standort Lengede sagte er, dass gestern letzte Raumfragen im Zusammenhang mit dem Gesamtschule-Aufbau in Gesprächen mit der Landesschulbehörde ausgeräumt worden seien. Jetzt gelte es, den Elternwunsch energisch zu formulieren und nach Hannover zu tragen.

Jörg Schmidt

Drei Wochen waren sie mit vielen Spenden im Gepäck unterwegs. Die Reise ging über Polen nach Weißrussland, weiter über die Ukraine, Moldawien und Rumänien bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer und zurück über Bulgarien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich nach Vechelde. Elke und Kurt Steffens verbanden diese private Rundreise durch Osteuropa mit einer humanitären Hilfsaktion.

22.10.2009

„Wir hätten hier gern wieder ein schönes Vorzeigeobjekt.“ Schon seit gut vier Jahren ist das Bortfelder Bauernhausmuseum geschlossen. „Das ist traurig“, sagt Bortfelds Ortsbürgermeister Hennig Maasberg (CDU).

22.10.2009

Gibt es eine zweite Elternbefragung zur Integrierten Gesamtschule in Lengede? Das prüft derzeit die Kreisverwaltung vor dem Hintergrund, dass die Landesschulbehörde angekündigt hat, den Antrag des Landkreises Peine abzulehnen.

19.10.2009
Anzeige